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6 Tipps für den Auftritt vor Publikum

Was passiert, wenn dich jemand bittet, vor einer Gruppe von Menschen Klavier zu spielen? Fangen dir beim bloßen Gedanken daran schon die Hände an zu zittern und die Schweißbäche laufen dir den Rücken hinunter?

Keine Sorge, das ist ganz normal und du bist nicht allein mit dem Gefühl. Es macht dich nur menschlich. Lampenfieber basiert auf einem ganz natürlichen Instinkt, der bei Stress in uns ausgelöst wird. Fast jedem Musiker geht es so. Einige Quellen berichten, dass 94 % professioneller Orchestermusiker vor dem Auftritt Lampenfieber haben. Es betrifft also fast jeden Musiker, außer die besonders abgebrühten, oder die, die schon seit Jahren auftreten.

Die gute Nachricht ist, dass Lampenfieber gesund ist, und man lernen kann, es zur Leistungsverbesserung zu nutzen. Ja, du hast richtig gelesen, es ist möglich und viele Musiker und Künstler nutzen es zu ihrem Vorteil. Und du kannst das auch.

Vielleicht kannst du schon ein oder zwei Stücke spielen oder hast schon ein kleines Repertoire. Selbst wenn du gerade erst angefangen hast, irgendwann wird jemand sagen: „Ich habe gehört, du spielst Klavier, spielst du ein Stück bei meiner Geburtstagsfeier?“

Es ist in Ordnung, wenn du niemals vor Publikum auftreten willst und einfach deine Tür schließen und für dich selbst spielen möchtest. Allerdings kommt die größte Freude am Musizieren beim für Andere und mit Anderen spielen. Es ist also definitiv einen Versuch wert, egal wie beängstigend es vielleicht zunächst erscheinen mag.

Das Geheimnis ist, nicht zu versuchen die Angst zu überwinden, sondern sie zu kontrollieren.

Hier sind ein paar Tipps, um Lampenfieber zu bewältigen und besser vorbereitet zu sein.

hands of woman pianist on piano keyboard

1) Sei gut vorbereitet und kenne dein Repertoire gut.

Das fängt damit an, seine Stücke gut zu kennen und regelmäßig zu spielen, um sich dabei jedes Mal ein wenig zu verbessern. Übe korrekt und gewöhne dir ein regelmäßiges Üben an. Ein paar Tipps wie das geht, findest du in unserem vorherigen Beitrag Die Kunst des richtigen Übers ( https://www.skoove.com/blog/de/2017/07/06/die-kunst-des-richtigen-uebens/ ). Besonders wichtig bei der Vorbereitung auf den Auftritt ist, dass du die für dich schwierigsten Abschnitte erkennst und etwas Zeit aufwendest, um mit diesen Passagen warm zu werden.

 

2) Spiele nur deine besten Stücke

Sicher möchtest du irgendwann virtuose Stücke spielen, aber wenn du einfach noch nicht so weit bist, wird dich das nur frustrieren. Suche dir die Stücke aus, die du am besten kannst und mit denen du dich am wohlsten fühlst. Mit der Zeit wird dein Repertoire wachsen und du wirst nach und nach mehr Stücke zu deiner Liste möglicher Auftrittsstücke hinzufügen können. Irgendwann wird vielleicht das virtuose Stück von Rachmaninoff auf der Liste sein, aber vielleicht noch nicht heute. Es ist in Ordnung am Anfang ein einfaches Stück zu spielen in dem Wissen, dass du dich niemandem beweisen musst. Beim Musizieren geht es darum, die Freude am Klang zu teilen und sicher nicht darum, wer der Beste ist.

3) Übe den Auftritt

Versuche, die Auftrittssituation im Wohnzimmer nachzustellen. Setze dich auf deine Klavierbank, schlage deine Noten auf, holen tief Luft und spiele das ganze Stück bis zu Ende. Wenn du einen Fehler machst, versuche, das Stück zu beenden und so zu tun als würdest du vor Publikum spielen auch wenn du allein bist. Wiederhole diese Simulation mehrfach. Mit der Zeit wirst du immer sicherer werden. Was mir dabei am meisten geholfen hat war, dass ich nach einiger Zeit festgestellt habe, dass selbst wenn ich einen Fehler mache, das kein Weltuntergang ist, und ich das Stück zu Ende spielen kann. Es ist nicht so schlimm und deine Freunde werden sich nicht von dir abwenden nur, weil du ein D anstelle eines E gespielt hast.

 

4) Fange klein an

Sollte dein erster Auftritt in der Carnegie Hall sein, wirst du ohne Zweifel unglaubliche Angst haben. Wenn er aber stattdessen vor Familie, engen Freunden, deinen Nachbarn, ein oder zwei Bekannten stattfindet, stehen die Chancen gut, dass es gut geht. Wenn du Angst vor Menschen hast, dann spiele doch vor deinen Hunden. Das klingt vielleicht komisch, aber warum denn nicht? Es ist nichts dabei, sich so auf seinen Auftritt vorzubereiten. Nach und nach wird es dir immer mehr Spaß machen zu spielen und dabei ein paar mehr Menschen als Publikum zu haben. Irgendwann ist das Spielen auf der Geburtstagsfeier deiner Freunde reine Routine.

 

5) Sei ruhig und konzentriert

Mache dir bewusst, wie dein Körper auf Stress reagiert. Atme tief ein und stimme dich ein – du und dein Klavier sind das einzige im Universum, das während des Spiels existiert. Kümmere dich nicht um den Lärm und die Menschen um dich herum, konzentriere dich. Versuche möglichst ruhig und entspannt zu sein. Setze dich auf die Klavierbank und fühle dich geerdet.

 

6) Kenne dein Tempo

Der häufigste Fehler bei Lampenfieber ist, dass man das Stück viel zu schnell spielt und sich dann verspielt. Das ist nicht ungewöhnlich und passiert jedem Musiker früher oder später einmal. Für dich bedeutet das, dass du das für dich angemessene Tempo genau kennen solltest. Es hilft, den Anfang des Stückes leise im Kopf zu summen und während des Spiels bewusst nicht zu beschleunigen, vor allem bei den schwierigeren Abschnitten des Stückes.

 

Du kannst lernen, mit deinem Lampenfieber umzugehen, wenn du dich an diese Tipps hältst. Versuche es und teile deine Freude am Musizieren mit der Welt, das fühlt sich wunderbar an!

Ich hoffe, dass dieser Artikel hilfreich war, wir freuen uns über Feedback!

Viel Spaß beim Spielen!

 

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