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Klavierakkorde für Einsteiger: Beherrschung der Grundlagen

piano chords

Das Erlernen des Klavierspiels kann in jedem Alter eine schöne und lohnende Erfahrung sein. Einer der wichtigsten Aspekte des Klavierspielens ist das Verstehen von Akkorden am Klavier. Ein Klavierakkord ist eine Gruppe von zwei oder mehr Noten, die zusammen gespielt werden, um einen harmonischen Klang zu erzeugen. In diesem umfassenden Leitfaden gehen wir auf die Grundlagen der Klavierakkorde ein und erklären sie ausführlich für Einsteiger.

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Was sind Klavierakkorde?

Klavierakkorde sind ein grundlegendes Element der Musik, das die harmonische Struktur zur Unterstützung von Melodie und Text bietet. Sie entstehen durch das gleichzeitige Spielen von zwei oder mehr Noten und sind ein wesentlicher Bestandteil vieler verschiedener Musikgenres. Akkorde können aus einer beliebigen Kombination von Noten bestehen. Die verwendeten Noten bestimmen die Qualität des Akkords.

Grundlegende Klavierakkorde für Einsteiger

Zu Beginn deiner Klavierreise ist es wichtig, das du dich mit einigen grundlegenden Klavierakkorden vertraut machst, aus denen das Grundgerüst der meisten Lieder geformt wird. Hier sind 13 einfache Akkorde zum Einstieg, die du lernen solltest: C-Dur, D-Dur, E-Dur, F-Dur, G-Dur, A-Dur, H-Dur, c-Moll, d-Moll, e-Moll, f-Moll, g-Moll und a-Moll. 

  • C-Dur: C – E – G
  • D-Dur: D – F♯ – A
  • E-Dur: E – G♯ – H
  • F-Dur: F – A – C
  • G-Dur: G – H – D
  • A-Dur: A – C♯ – E
  • H-Dur: H – D♯ – F♯
  • c-Moll: C – E – G
  • d-Moll: D – F – A
  • e-Moll: E – G – H
  • f-Moll: F – A – C
  • g-Moll: G – B – D
  • a-Moll: A – C – E

Man nennt diese Grundakkorde auch Dreiklänge, denn jeder von ihnen besteht aus drei Noten: dem Grundton, der Terz und der Quinte. Der Unterschied zwischen Dur- und Moll-Akkorden liegt in der Terz. Dur-Dreiklänge haben eine große Terz und Moll- Dreiklänge haben eine kleine Terz. Wenn du diese Akkorde beherrschst, schaltest du die Fähigkeit frei, eine breite Palette von Musik zu spielen und entwickelst eine solide Grundlage für dein zukünftiges Klavierstudium.

:bulb:Gut zu wissen: Die Noten eines Dreiklangs werden in einer bestimmten Reihenfolge dargestellt, vom Grundton (1.) über die Terz (2.) zur Quinte (3.). Bei Dur-Akkorden liegt die 2. Note eine große Terz (vier Halbtonschritte) über dem Grundton, während bei Moll-Akkorden die 2. Note eine kleine Terz (drei Halbtonschritte) über dem Grundton liegt.

Warum Klavierakkorde beherrschen?

Die Beherrschung von Klavierakkorden ist für Einsteiger von entscheidender Bedeutung und öffnet das Tor zum Verstehen, Spielen und Schreiben von Musik. Deshalb sind die Akkorde so wichtig:

  • Grundlegendes Wissen: Akkorde bilden die Struktur der meisten Musik. Wenn du verstehst, wie sie funktionieren, kannst du musikalische Kompositionen entschlüsseln, Muster vorhersagen und den emotionalen Kontext verstehen, der durch verschiedene Akkorde vermittelt wird.
  • Erweiterung des Repertoires: Akkordkenntnisse rüsten dich aus, um genreübergreifend zu spielen. Du bist nicht mehr auf einfache Melodien beschränkt, sondern kannst komplexe, harmonische Klänge aus Klassik, Jazz, Pop, Blues und mehr spielen.
  • Noten vom Blatt lesen: Das Erkennen von Akkorden vereinfacht das Vom-Blatt-Lesen. Häufig wiederholen sich Akkorde innerhalb von Musikstücken. Sie sofort zu erkennen, beschleunigt das Notenlesen und erleichtert das Spielen vom Blatt.
  • Kreative Freiheit: Die Kenntnis von Klavierakkorden ebnet den Weg für Improvisation und Komposition. Du kannst experimentieren, Coverversionen ein persönliches Flair verleihen oder sogar einzigartige Musik kreieren, um deine individuelle musikalische Stimme zu entwickeln.
  • Wachsendes Selbstvertrauen: Je besser du die Akkorde beherrschst, wird dein Selbstvertrauen steigen. Du wirst mühelos von einfachen zu komplexen Akkorden übergehen und deine Klavierfähigkeiten auf ein neues Niveau heben.

Wesentliche Elemente von Klavierakkorden: eine Aufschlüsselung für Einsteiger

Klavierakkorde mögen auf den ersten Blick komplex erscheinen, aber es gibt einige Schlüsselelemente, die sie verständlich machen. Hier findest du eine Übersicht dieser grundlegenden Elemente, die dir helfen werden, eine solide Grundlage zu schaffen.

Die Rolle von Klavier-Intervallen für die Akkordbildung

Klavier-Intervalle sind die Grundlage der Akkordbildung. Ein Intervall bezieht sich auf den Abstand zwischen zwei Tönen. Dieser Abstand kann in Halbtönen (Halbtonschritt) oder ganzen Tönen (Ganztonschritt) gemessen werden. Zum Beispiel ist das Intervall von C nach D ein Ganztonschritt (oder zwei Halbtöne), während das Intervall von C nach C♯ ein Halbtonschritt (oder ein Halbton) ist. Die Begriffe Halbton und Halbtonschritt werden oft synonym verwendet, ebenso wie Ganzton und Ganztonschritt. 

Verschiedene Kombinationen von Intervallen erzeugen unterschiedliche Arten von Akkorden. Dur-Akkorde zum Beispiel werden gebildet, indem eine große Terz (vier Halbtöne) mit einer kleinen Terz (drei Halbtöne) kombiniert wird. Beim C-Dur-Akkord ist das Intervall von C bis E eine große Terz und das Intervall von E bis G eine kleine Terz.

Grundton

Der Grundton ist der fundamentale Ton eines Akkords und bestimmt dessen Namen. So ist im C-Dur-Akkord der Grundton ein „C“. Er ist das Fundament, dem andere Töne hinzugefügt werden, um den Akkord zu bilden.

Terz

Die Terz ist der zweite Ton im Akkord und stellt die dritte Stufe der Tonleiter süber dem Grundton dar. Die Terz kann klein oder groß sein, also drei Halbtonschritte oder vier Halbtonschritte über dem Grundton liegen. Sie bestimmt die Qualität des Akkords, also ob es sich um Dur (große Terz) oder um Moll (kleine Terz) handelt. Im C-Dur Akkord ist die Terz das „E“.

Third

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Quinte

Die Quinte ist der dritte Ton im Akkord und stellt die fünfte Stufe über dem Grundton in der Tonleiter dar. Sie verleiht dem Klang des Akkords Fülle. In den meisten Akkorden ist die Quinte eine reine Quinte vom Grundton, aber in verminderten oder übermäßigen Akkorden kann es eine verminderte Quinte bzw. eine übermäßige Quinte sein. Im C-Dur Akkord ist die Quinte das „G“.

Fifth

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Qualität

Der Begriff Qualität, auch „Geschlecht“ oder „Tongeschlecht“ genannt, bezieht sich auf die Art des Akkords: Dur, Moll, vermindert oder übermäßig. Die Qualität eines Akkords wird durch die Intervalle (Abstände zwischen den Noten) bestimmt. Zum Beispiel besteht ein Dur-Akkord aus einem großen Terzintervall, gefolgt von einer kleinen Terz.

Quality

Umkehrungen

Akkorde werden oft in verschiedenen Stellungen gespielt, die als Umkehrungen bezeichnet werden. Für jeden Dreiklang gibt es drei mögliche Stellungen: Grundstellung, erste Umkehrung und zweite Umkehrung. In der Grundstellung ist der Grundton der tiefste Ton (C – E – G). In der ersten Umkehrung ist die Terz der tiefste Ton (E – G – C).


Und in der zweiten Umkehrung ist die Quinte der tiefste Ton (G – C – E).

second inversion

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Beherrschung der Grundlagen: Klavierakkorde für Einsteiger zum Erlernen

Bevor du mit dem Spielen von harmonischen Akkordfolgen beginnen kannst, solltest du dich mit einigen verschiedenen Arten von Akkorden vertraut machen. Jede von ihnen erzeugt einen einzigartigen Klang und spielt eine prägnante Rolle in der Musikkomposition. Werfen wir einen genaueren Blick auf diese grundlegenden Klavierakkorde für Einsteiger.

Dur-Akkorde

Dur-Akkorde zeichnen sich durch einen freudigen und kräftigen Klang aus. Sie werden durch Zusammenspiel eines Grundtons mit einer großen Terz und einer reinen Quinte erzeugt. Zum Beispiel wird ein C-Dur-Akkord aus den Tönen C, E und G gebildet, wie wir gesehen haben.

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Moll-Akkorde

Moll-Akkorde, die häufig eher melancholisch oder düster klingen, werden aus dem Grundton in Verbindung mit einer kleinen Terz und einer reinen Quinte erzeugt. Ein a-Moll-Akkord enthält beispielsweise die Noten A, C und E.
Minor Chords

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:bulb:Diese Übung ist auch in der Skoove App verfügbar

Übermäßiger Akkord

Übermäßige Akkorde haben einen angespannten und unaufgelösten Klang. Sie bestehen aus dem Grundton, einer großen Terz und einer übermäßigen Quinte. Ein übermäßiger C-Akkord beispielsweise enthält die Töne C, E und G♯. Ein übermäßiger Akkord besteht aus einem großen Terzintervall (vier Halbtöne), gefolgt von einem weiteren großen Terzintervall.

Augmented Chords

Verminderte Akkorde

Verminderte Akkorde sind durch einen dissonanten oder instabilen Klang gekennzeichnet. Sie bestehen aus dem Grundton, einer kleinen Terz und einer verminderten Quinte. Zum Beispiel umfasst ein verminderter H-Akkord die Noten H, D und F. Ein verminderter Akkord besteht aus einem kleinen Terzintervall (drei Halbtöne), gefolgt von einem weiteren kleinen Terzintervall.

Diminished Chords

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:bulb:Diese Übung ist auch in der Skoove App verfügbar

Notation von Klavierakkorden

Das Verständnis des Notationssystems, das für Klavierakkorde verwendet wird, ist unerlässlich für alle Songwriter, Produzenten und Musiker, die wirkungsvolle und einprägsame Musik schaffen möchten.

Wie Klavierakkorde notiert werden

Klavierakkorde werden mit einem System aus Buchstaben und Symbolen notiert. Die Buchstaben bezeichnen den Grundton des Akkords, während die Symbole die Qualität (das Tongeschlecht) des Akkords angeben. 

Die internationalen Bezeichnungssysteme unterscheiden sich ein wenig voneinander. Im deutschen System wird ein C-Dur-Akkord mit dem Großbuchstaben „C“ bezeichnet, ein c-Moll-Akkord mit dem Kleinbuchstaben „c“. Weil aber viele Klaviernoten nach dem im englischen Sprachraum üblichen System herausgegeben werden, musst du auch dieses beherrschen. Ein C-Dur-Akkord wird auch dort als großes „C“ notiert, der c-Moll-Akkord aber als „Cm“.

Die internationalen Bezeichnungen und Symbole für die Qualität der Akkorde sind „major“ (M) für Dur, „minor“ (m) für Moll, „augmented“ (+) für übermäßig und „diminished“ (°) für vermindert. Ein Dur-Akkord wird oft ohne zusätzliches Symbol angezeigt, während ein Moll-Akkord durch den Kleinbuchstaben „m“ gekennzeichnet wird. Ein übermäßiger Akkord wird durch das „+“-Symbol angezeigt, während ein verminderter Akkord durch das „°“-Symbol angezeigt wird.

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:bulb:Diese Übung ist auch in der Skoove App verfügbar

Moll-Akkorde in Dur-Akkorde umwandeln

Das Umwandeln eines Moll-Akkords in einen Dur-Akkord ist ein einfacher Vorgang. Dazu hebst du die zweite Note im Dreiklang, also die Terz, um einen Halbtonschritt an. Nehmen wir einen c-Moll-Akkord („c“ oder „Cm“): Um ihn einen C-Dur-Akkord („C“) umzuwandeln, hebst du den zweiten Ton im Akkord (E) auf ein E an.

:bulb:So wandelst du einen Moll-Akkord Schritt für Schritt in einen Dur-Akkord um:

  1. Finde den Grundton und das Geschlecht des Moll-Akkords.
  2. Finde die Terz des Akkords.
  3. Hebe die Terz um einen Halbtonschritt an.
  4. Spiele den Dur-Akkord.

Dur-Akkorde in Moll-Akkorde umwandeln

Das Umwandeln eines Dur-Akkords in einen Moll-Akkord ist ebenfalls ein einfacher Vorgang. Dazu senkst du die zweite Note im Dreiklang, also die Terz, um einen Halbtonschritt ab. Nehmen wir als Beispiel einen C-Dur-Akkord („C“): Um ihn einen c-Moll-Akkord („c“ oder „Cm“) umzuwandeln, senkst du den zweiten Ton im Akkord (E) auf ein E ab.

:bulb:So wandelst du einen Dur-Akkord Schritt für Schritt in einen Moll-Akkord um:

  1. Finde den Grundton und das Geschlecht des Dur-Akkords.
  2. Finde die Terz des Akkords.
  3. Senke die Terz um einen Halbtonschritt ab.
  4. Spiele den Moll-Akkord.

Die Rolle von Klavierakkorden in der Musikkomposition

Klavierakkorde dienen als Grundgerüst der Musikkomposition. Sie tragen die Melodie, legen die Stimmung fest und geben dem Stück einen harmonischen Rahmen. Sie ermöglichen es, vielfältige Klänge zu erzeugen, von hell und fröhlich bis hin zu düster und melancholisch.

Praxisbeispiel: Die Wirkung der Akkorde in „Let It Be“ von den Beatles

Sehen wir einmal uns den ikonischen Song „Let It Be“ von den Beatles an. Dieses Lied ist ein klares Beispiel für die Kraft und Wirkung von Klavierakkorden in der Musikkomposition.

  • C-Dur-Akkord (C-E-G): Der Song beginnt mit einem C-Dur-Akkord, der eine starke, glückliche und erhebende Stimmung erzeugt.
  • G-Dur-Akkord (G-H-D): Der nächste Akkord ist G-Dur, der die positive Stimmung hält und aufgrund seiner gemeinsamen Noten mit dem C-Dur-Akkord als perfekter Übergangsakkord dient.
  • a-Moll-Akkord (A-C-E): Das Lied geht dann in einen a-Moll-Akkord über, der einen Hauch von Melancholie einführt und die emotionale Komplexität vertieft.
  • F-Dur-Akkord (F-A-C): Schließlich wird der F-Dur-Akkord eingeführt, der die Mollspannung auflöst und die positive Stimmung zurückbringt, um die Strophe abzurunden.

Wenn du lernen möchtest, wie man „Let It Be“ auf dem Klavier spielt, kannst du dir das Klavier-Tutorial zum Song im Magazin von Skoove ansehen.

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:bulb:Diese Übung ist auch in der Skoove App verfügbar

Andere Arten von Akkorden und Begriffen erforschen

Wenn sich deine Fertigkeiten auf dem Klavier weiterentwickeln, wirst du auf komplexere Arten von Akkorden stoßen, die deiner Musik Vielfalt und Reichhaltigkeit verleihen können. Sehen wir uns einige dieser faszinierenden Varianten und Begriffe an.

Diatonische Akkorde

Diatonische Akkorde werden aus den Noten einer Tonleiter ohne Änderungen gebildet. Für jede Dur- und Moll-Tonleiter gibt es sieben Akkorde. Jeder Ton in der Tonleiter kann als Grundton eines Akkords fungieren. In der Tonart C-Dur zum Beispiel wären die diatonischen Akkorde C-Dur (C), d-Moll (Dm), e-Moll (Em), F-Dur (F), G-Dur (G), a-Moll (Am) und H vermindert (Bdim). Die Kombination aller Akkorde, die einer Tonleiter innewohnen, nennet man auch eine Akkordskala.

:bulb:Die Akkordbezeichnungen entsprechen dem englischen bzw. internationalen Notationssystem. Du wirst ihnen häufig begegnen und solltest sie deshalb kennen.

Diatonic Chords

Slash-Akkorde

Slash-Akkorde sind eine weitere Möglichkeit, Akkordumkehrungen zu notieren. Sie werden mit einem Schrägstrich (engl. slash) geschrieben: [Akkordbuchstabe]/[Grundton], zum Beispiel „C/E“. Das bezeichnet einen C-Dur-Akkord mit einem E als Grundton (tiefstem Ton). Das entspricht der ersten Umkehrung des C-Dur-Akkords. Solche „umgekehrten“ Akkorde verleihen Akkordfolgen Abwechslung und Geschmeidigkeit.

Slash Chords

„Sus“-Akkorde

„Sus“ steht für engl. suspended. Bezeichnet werden damit Akkorde, bei denen der zweite Ton im Akkord – die Terz – entweder durch eine Sekunde oder durch eine Quarte ersetzt wird. Es gibt also zwei Typen: „sus2“ und „sus4“. Ein Csus2-Akkord enthält die Noten C, D und G, während ein Csus4-Akkord die Noten C, F und G enthält. Diese Akkorde erzeugen einen spannenden Klang, der sich gut zum ursprünglichen Akkord hin auflöst. Das besondere an den Sus-Akkorden ist, dass ihr Geschlecht weder Dur noch Moll ist.

„Add“-Akkorde

„Add“ steht für engl. added, also hinzugefügt. Add-Akkorde sind Dur- oder Moll-Akkorde aus drei Noten, denen eine vierte Note aus der jeweiligen Tonart hinzugefügt wird. So wird aus dem Dreiklang ein Vierklang. Die Notation lautet [Akkordbuchstabe]add[Note], zum Beispiel „Cadd9“. In diesem Fall wird der C-Dur-Akkord (C, E, G) mit einem hinzugefügten „D“ (der neunten Note der Tonleiter) gespielt, was zu C, E, G, D führt. Solche Akkorde verleihen der Musik Reichtum und Komplexität.

Add Chords

 

Was ist ein Klavierakkord-Diagramm?

Ein Akkorddiagramm ist eine visuelle Darstellung, die verschiedene Akkorde auf den Klaviertasten abbildet. Es zeigt in der Regel die Tasten eines Klaviers und gibt an, welche Tasten gedrückt werden müssen, um einen bestimmten Akkord zu spielen. Für Einsteiger sind solche Diagramme eine unschätzbare Ressource, weil sie den Prozess des Lernens und Auswendiglernens verschiedener Akkordstrukturen vereinfachen.

Das ABC der Klavierakkord-Diagramme für Einsteiger

Das Erlernen von Klavierakkorden mithilfe von Diagrammen und Akkordtabellen kann auf den ersten Blick verwirrend erscheinen. Wenn du diese Form der Darstellung aber kennst, lernst du schneller. So geht’s:

  1. Erkenne den Grundton: Der Grundton wird normalerweise oben oder links vom Diagramm genannt. Auf diesem Ton basiert der gesamte Akkord.
  2. Erfasse den Akkordtyp: Der Typ wird in der Regel neben oder unter dem Grundton angegeben und gibt an, ob der Akkord Dur, Moll, übermäßig, vermindert usw. ist.
  3. Schau dir die Tasten an: Im Diagramm sind die Tasten hervorgehoben, die du anschlagen musst, um den Akkord zu spielen. Dazu gehören sowohl die weißen als auch die schwarzen Tasten, die den Ganztönen und Halbtönen entsprechen.
  4. Verstehe die Akkordform: Einige Diagramme zeigen auch die Form des Akkords, damit du dir besser vorstellen kannst, wie du deine Finger auf den Tasten platzieren sollst.

Wenn du diese Schritte befolgst, helfen dir die Klavierakkord-Diagramme dabei, neue Akkorde schneller zu lernen und deine Fertigkeiten auf dem Klavier zu erweitern. Denk daran: Übung macht Meister*innen, also bleib dran, bis du die Akkorde schnell und genau erkennen kannst.

:bulb:Lerne Klavierakkorde zu spielen mit unseren Akkorddiagrammen und Akkordtabellen. Ein super Einstieg für alle, die mit dem Klavierspiel anfangen!

Piano chord chart

Klavier-Akkorde-Generator

Dieser Generator hilft dir, alle Akkorde am Klavier zu finden, die du brauchst – oder falls du mal welche vergessen solltest!

Falls du dies auf einem Mobilgerät liest, drehe es so, dass du den Generator in der gesamten Breite sehen kannst.

 

1. Klicke auf „Cords“ (Akkorde)
2. Wähle den Grundton des Akkords unter „Root“ aus
3. Wähle Dur, Moll oder weitere Arten aus („major“, „minor“ usw.)
4. Klicke auf „Display“

* Das funktioniert auch mit Tonleitern („Scales“).
** Du kannst Akkorde und Tonleitern auch umkehren.

Praxisleitfaden: Spielen und Komponieren mit Klavierakkorden

Klavierakkorde zu verstehen ist eine Sache, aber in der Lage zu sein, sie effektiv in dein Spiel zu integrieren, ist eine andere. Dieser Abschnitt versteht sich als kleiner Leitfaden und will dir helfen, dein Wissen über Akkorde in der Musik praktisch anzuwenden.

Akkorde in Melodien einbauen

Akkorde bilden das harmonische Rückgrat eines jeden Musikstücks und fungieren als Unterstützungssystem für die Melodie. Um Akkorde in Melodien einzubauen, musst du zuerst die Tonart deiner Melodie bestimmen. Dann kannst du mit verschiedenen Akkorden aus dieser Tonart experimentieren, um zu hören, wie sie im Zusammenspiel mit der Melodie klingen. Wichtig: Die Töne in einer Melodie finden sich in der Regel in dem gleichzeitig gespielten Akkord wieder.

Wenn deine Melodie zum Beispiel die Noten C, E und G enthält, würde ein C-Dur-Akkord wahrscheinlich gut passen. Versuche, den Akkord an verschiedenen Stellen in der Melodie hinzuzufügen, und hör dir an, wie sich der Gesamtklang dadurch verändert. Mit etwas Übung wirst du besser darin, herauszufinden, welche Akkorde am besten zu deinen Melodien passen.

Transponieren von Songs in andere Tonarten mithilfe von Akkorden

Das Transponieren von Liedern in andere Tonarten kann dir helfen, ein Musikstück an deinen Stimmumfang anzupassen oder das Spielen auf dem Klavier zu erleichtern. Zum Transponieren musst du jede Note (sowohl Melodie als auch Akkorde) um dasselbe Intervall verschieben.

Um beispielsweise einen Song von C-Dur nach D-Dur zu transponieren, musst du jede Note um einen ganzen Schritt nach oben verschieben. Wenn das Originalstück einen C-Dur-Akkord (C, E, G) hat, wird dieser in der neuen Tonart zu einem D-Dur-Akkord (D, F♯, A). Behalte auch die Struktur jedes Akkords genau bei, während du ihn nach unten oder nach oben transponierst.

Eigene Songs mit Akkorden komponieren

Wenn du so weit bist, dass du deine eigenen Songs komponieren willst, werden Akkorde die grundlegenden Bausteine dafür sein. Du beginnst mit der Auswahl einer Tonart für deinen Song. Im Rahmen der Tonart kannst du mit verschiedenen Akkordfolgen experimentieren, um eine zu finden, die dir gut gefällt.

Eine beliebte Akkordfolge in vielen Liedern ist I-IV-V. In der Tonart C-Dur wäre dies C-Dur (I), F-Dur (IV) und dann G-Dur (V). Nachdem du eine Akkordfolge hast, versuche dich an einer Melodie, die gut zu den gewählten Akkorden passt.

Das Einbauen, Transponieren und Komponieren mit Klavierakkorden mag anfangs schwierig erscheinen, aber mit etwas Übung wirst du bald feststellen, dass diese Fähigkeiten sich ganz natürlich entwickeln.

FAQ

Zu den häufigen Fehlern gehören die Vernachlässigung der richtigen Fingerplatzierung, Handhaltung und Körperhaltung, die Verwendung eines falschen Fingersatzes für einen Akkord und das überhastete Wechseln zwischen Akkorden ohne Genauigkeit und richtiges Timing.

Regelmäßiges Üben ist der Schlüssel zum Auswendiglernen von Klavierakkorden. Wie überall gilt es, die Akkorde zuerst langsam und genau zu üben – und erst allmählich die Geschwindigkeit zu erhöhen. Übe Akkordfolgen, sowohl isoliert als auch innerhalb von Songs, um dein Akkordwissen zu festigen.

Flüssige Akkordübergänge erfordern Übung. Beginne damit, jeden Akkord einzeln zu üben, und arbeite dann allmählich daran, zwischen zwei Akkorden zu wechseln. Konzentriere dich zuerst auf die Noten und Finger, die in beiden Akkorden vorkommen, dann auf die Finger, die du umsetzen musst, um ein ununterbrochenes Spiel zu erreichen.

Natürlich! Keyboards und Digitalpianos eignen sich hervorragend zum Erlernen von Klavierakkorden. Manche haben sogar integrierte Funktionen wie Akkordmodi und visuelle Hilfsmittel, die Einsteigern beim Erlernen und Üben von Akkorden helfen können.

 


Autor dieses Artikels

Edward Bond

Eddie Bond ist Multiinstrumentalist, Interpret, Komponist und Musiklehrer, der derzeit in Seattle, Washington in den USA lebt. Er trat häufig in den USA, in Kanada, Argentinien und China auf, hat über 40 Alben veröffentlicht und arbeitet seit mehr als zehn Jahren mit Musikschülern aller Alters- und Fähigkeitsstufen.


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