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Diese Volkswirtschaften verdienen an Musikinstrumenten – und sind durch den Handelskrieg gefährdet

Musizieren hat nicht nur einen gesellschaftlichen, sondern auch einen wirtschaftlichen Stellenwert: 2016 setzte die deutsche Musikbranche mit dem Verkauf von Instrumenten und Zubehör rund 960 Mio. Euro um. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Anstieg von fünf Prozent.

Doch aktuell ist die weltweite Musikbranche gefährdet, da Donald Trump derzeit regelmäßig Strafzölle gegen China und Europa ankündigt. Bisher stehen Autos, Stahl und Technologiekomponenten im Vordergrund, während die Instrumenten-Branche noch außen vor steht. Doch auch wenn Musikinstrumente als Endprodukt noch nicht vom Handelskrieg bedroht sind, steigen mit den Rohstoffpreisen auch die Produktionskosten. Die Traditionsfirma Moog kündigte bereits an, vom Handelskrieg gefährdet zu sein. Sie und weitere US-Firmen drohten sogar, ihren Sitz aus den USA aus diesem Grund verlegen zu müssen. Wichtige Komponenten zur Produktion der Musikinstrumente kommen zu einem Großteil aus China. Doch welche Exportnationen müssen durch die kontinuierliche Zuspitzung des Handelskrieges am meisten um die Auslieferung ihrer Musikinstrumente bangen?

Wir haben untersucht, wer die Exportweltmeister von Musikinstrumenten sind und somit von den Strafzöllen auf Rohstoffe gefährdet wären.

2017 exportierte Deutschland Tasteninstrumente im Wert von 132 Mio Euro und liegt damit nach Japan auf dem zweiten Platz der Weltrangliste. Auch mit Blasinstrumenten (163 Mio. Euro Exportwert) und Schlaginstrumenten (45 Mio. Euro Exportwert), ist Deutschland jeweils auf dem dritten Platz vertreten und gilt somit als Spitzenexporteur. China führt in drei von vier untersuchten Musikinstrumenten-Kategorien die Weltrangliste an. Die USA ist, ebenfalls wie Deutschland, stets unter den ersten fünf Exportländern vertreten. Die gesamte Auswertungen sind im Folgenden nochmals dargestellt:

Blasinstrumente
Tasteninstrumente
Saiteninstrumente
Schlaginstrumente
LandExportwert in 2016 in EuroExportwert in 2017 in EuroExport-Entwicklung 2016-2017
Weltweit686.935.000 €720.754.000 €4,92%
China157.478.000 €163.961.000 €4,12%
Frankreich108.255.000 €116.681.000 €7,78%
Deutschland103.941.000 €110.708.000 €6,51%
Japan100.174.000 €104.873.000 €4,69%
USA41.275.000 €44.709.000 €8,32%
Taipei, China37.598.000 €37.771.000 €0,46%
Indonesien35.873.000 €34.587.000 €-3,58%
Italien20.196.000 €20.820.000 €3,09%
Vereinigtes Königreich13.816.000 €18.801.000 €36,08%
Österreich13.045.000 €9.793.000 €-24,93%
Niederlande5.032.000 €9.377.000 €86,35%
Schweiz5.581.000 €5.496.000 €-1,52%
Tschechien5.321.000 €5.354.000 €0,62%
Kanada5.311.000 €5.044.000 €-5,03%
Spanien3.399.000 €3.789.000 €11,47%
Vietnam2.293.000 €3.570.000 €55,69%
Hong Kong, China1.509.000 €2.673.000 €77,14%
Korea3.373.000 €2.635.000 €-21,88%
Malaysia2.185.000 €2.468.000 €12,95%
Belgien2.020.000 €1.401.000 €-30,64%
LandExportwert in 2016 in EuroExportwert in 2017 in EuroExport-Entwicklung 2016-2017
Weltweit691.123.000 €675.895.000 €-2,20%
Japan244.302.000 €249.322.000 €2,05%
Deutschland115.276.000 €132.572.000 €15,00%
Indonesien133.792.000 €117.423.000 €-12,23%
China52.294.000 €45.811.000 €-12,40%
USA20.311.000 €21.873.000 €7,69%
Tschechien17.626.000 €18.377.000 €4,26%
Polen10.841.000 €10.574.000 €-2,46%
Malaysia8.362.000 €10.133.000 €21,18%
Italien10.289.000 €9.154.000 €-11,03%
Frankreich9.227.000 €8.872.000 €-3,85%
Niederlande8.623.000 €8.540.000 €-0,96%
Österreich9.016.000 €7.452.000 €-17,35%
Vereinigtes Königreich6.614.000 €6.466.000 €-2,24%
Korea6.974.000 €5.718.000 €-18,01%
Belgien5.284.000 €4.632.000 €-12,34%
Spanien3.058.000 €2.789.000 €-8,80%
Vietnam5.030.000 €2.525.000 €-49,80%
Hong Kong, China2.564.000 €2.359.000 €-8,00%
Estland1.868.000 €1.733.000 €-7,23%
Irland934.000 €1.507.000 €61,35%
LandExportwert in 2016 in EuroExportwert in 2017 in EuroExport-Entwicklung 2016-2017
Weltweit837.760.000 €822.335.000 €-1,84%
China342.997.000 €333.812.000 €-2,68%
USA141.791.000 €121.524.000 €-14,29%
Niederlande59.399.000 €68.613.000 €15,51%
Indonesien62.758.000 €68.137.000 €8,57%
Deutschland35.415.000 €34.888.000 €-1,49%
Mexico34.704.000 €33.786.000 €-2,65%
Vereinigtes Königreich23.026.000 €25.376.000 €10,21%
Italien17.804.000 €19.250.000 €8,12%
Spanien16.542.000 €17.437.000 €5,41%
Frankreich16.097.000 €17.372.000 €7,92%
Kanada10.580.000 €9.569.000 €-9,56%
Rumänien8.832.000 €8.123.000 €-8,03%
Japan6.747.000 €7.671.000 €13,69%
Tschechien6.145.000 €7.631.000 €24,18%
Belgien7.900.000 €5.488.000 €-30,53%
Korea4.962.000 €4.002.000 €-19,35%
Schweiz1.120.000 €3.883.000 €246,70%
Hong Kong, China2.613.000 €3.748.000 €43,44%
Polen4.028.000 €3.226.000 €-19,91%
Dänemark2.154.000 €2.803.000 €30,13%
Land
Exportwert in 2016 in EuroExportwert in 2017 in EuroExport-Entwicklung 2016-2017
Weltweit383.567.000 €372.721.000 €-2,83%
China114.212.000 €108.032.000 €-5,41%
USA54.667.000 €51.855.000 €-5,14%
Deutschand42.715.000 €45.433.000 €6,36%
Niederlande34.344.000 €38.085.000 €10,89%
Taipei, Chinese24.670.000 €22.304.000 €-9,59%
Kanada19.559.000 €17.941.000 €-8,27%
Thailand14.801.000 €12.582.000 €-14,99%
Japan13.453.000 €12.190.000 €-9,39%
Frankreich5.361.000 €9.063.000 €69,05%
Türkei7.947.000 €7.599.000 €-4,38%
Indonesien6.933.000 €7.301.000 €5,31%
Schweiz5.550.000 €5.885.000 €6,04%
Vereinigtes Königreich5.212.000 €4.121.000 €-20,93%
Belgien3.691.000 €3.174.000 €-14,01%
Indien3.039.000 €2.830.000 €-6,88%
Hong Kong, China2.216.000 €2.154.000 €-2,80%
Chile1.598.000 €1.868.000 €16,90%
Italien1.590.000 €1.604.000 €0,88%
Schweden1.428.000 €1.520.000 €6,44%
Polen1.435.000 €1.500.000 €4,53%

“Die Untersuchung zeigt, dass gerade die Nationen, auf die die Strafzölle verhängt werden sollen,  Exportweltmeister von Instrumenten sind. Durch erhöhte Produktionskosten steigen auch die Preise der Musikinstrumente als Endprodukte. In Deutschland besitzen 33 Prozent aller Haushalte ein oder mehrere Musikinstrumente. Damit die Preise nicht unnötig in die Höhe schießen, ist letztendlich entscheidend wie Europa auf Trumps verhängte Strafzölle reagiert. Die heiß diskutierte Digitalsteuer, die in der globalen digitalen Dienstleistungsbranche für Gerechtigkeit sorgen würde, ist nicht nur längst überfällig, sondern auch eine angemessene Antwort auf die Strafzölle von Trump,” kommentiert Florian Plenge, Geschäftsführer und Mitbegründer von Skoove.

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