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Solltest du deine Klaviertastatur beschriften?

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Wenn du gerade anfängst, Klavier zu lernen, dann hast du dir diese Frage vielleicht auch schon gestellt. Egal, ob du dir gerade erst ein Keyboard zugelegt oder schon eine Weile ein Klavier bei dir zu Hause hast – vielleicht konntest du dir nie die Zeit nehmen, um dir die Noten der schwarzen und weißen Tasten zu merken. Würde dir das Lernen eventuell leichter fallen, wenn die Klaviertastatur beschriftet ist? Dieser Artikel zeigt dir die Vor- und Nachteile.

Denn sicher hast du Lust, bald online zu lernen, wie du deinen ersten Song spielst. Schließlich ist das Klavier spielen lernen nicht nur gut für das Gehirn, sondern es fördert die Kreativität, hilft dir, Gefühle auszudrücken und es macht vor allem viel Spaß.

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Was bringt es, wenn die Klaviertastatur beschriftet ist?

Markieren oder nicht? Klavierlehrer*innen sind oft geteilter Meinung, ob die Klaviatur beschriftet werden sollte. Die einen sind für die klassische Lernmethode ohne Beschriftung, die anderen finden es sinnvoll, die Tasten auf dem Klavier zu markieren, weil Anfänger damit das Instrument leichter erlernen. Hier sind meine Argumente:

Deshalb solltest du die Keyboard-Tasten beschriften

Einsteigern und jungen Schüler*innen fällt es am Anfang oft schwer, die Tasten auf dem Klavier auseinanderzuhalten. Während meiner eigenen Tätigkeit als Musiklehrer habe ich oft erlebt, dass Schüler*innen ihre Lust und Motivation verloren, wenn sie immer wieder die Notennamen durcheinander brachten. Denn dadurch wurde das Klavier spielen sehr erschwert. Aber das muss nicht sein – hier bei Skoove empfehlen wir absoluten Anfängern, vor allem, wenn sie jünger sind, die Klaviertastatur zu beschriften.

Denn eine musikalische Ausbildung hat viele Vorteile, wie dieser Artikel zeigt. Skoove will diesen Lernprozess daher so einfach wie möglich gestalten.

Klavier spielen auf einfache Art zu lernen, bedeutet schließlich meistens, dass es auch viel Spaß macht. Wenn du die Keyboard-Tasten beschriftet hast, lernst du nicht nur schneller den Aufbau eines Klaviers, du wirst bestimmt auch Lust haben, gleich ein paar Songs auszuprobieren! Wie wär’s mit ein paar einfachen Songs speziell für Anfänger?

Eine weitere Idee ist, dass die Beschriftung der Klaviertastatur dir dabei hilft, schneller zu lernen. Wenn du von Anfang an die richtigen Tasten schnell findest, kannst du sie einfach spielen, statt sie zu suchen. Später wirst du dann auch lernen, wie du schneller Noten lesen und spielen kannst.

Um gut Klavier spielen zu können, ist es unverzichtbar, dass du den Klavieraufbau lernst und dir die unterschiedlichen Tasten merkst. Am Anfang die Klaviertastatur zu markieren kann dabei deine Gedächtnisleistung unterstützen und der erste Schritt auf dem Weg zum Erlernen der Noten sein.

Die Grundlagen:

Bevor wir uns die unterschiedlichen Methoden anschauen, die Klaviertasten zu beschriften, sehen wir uns diese Tasten erstmal an.

Das musikalische Alphabet

In der Musik nutzen wir einige der ersten Buchstaben des Alphabets, um die Noten zu benennen: A, C, D, E, F, G und H.

Die weißen Tasten

Schauen wir uns zuerst an, wo die weißen Tasten liegen. Auf dem Klavier oder dem Keyboard erkennst du schnell zwei Gruppen von schwarzen Tasten: die erste Gruppe hat zwei, die zweite Gruppe drei schwarze Tasten, von einem Ende der Tastatur zum anderen.

Wir nutzen diese schwarzen Tasten, um die weißen Tasten einzuordnen. Die Note/Taste links von der Zweiergruppe ist ein C.

Wie du siehst, gibt es eine ganze Reihe von C-Noten auf dem Klavier oder Keyboard – sie stehen immer genau vor den beiden schwarzen Tasten. Dazu kannst du dir diese Übung in der Skoove App anschauen:

Übung ansehen

 

Die weiße Note rechts neben dem C auf dem Klavier ist ein D. Danach kommen, wie du dir sicher schon gedacht hast, E, F und G. Es folgen das A, H und C – und wir stehen wieder vor zwei schwarzen Tasten.

Auf den weißen Tasten werden also immer wieder diese 7 Noten wiederholt: A-H-C-D-E-F-G-A-H-C-D-E-F-G.

Die schwarzen Tasten

Die schwarzen Tasten sind die Noten mit den Vorzeichen # und ♭, also die Halbtöne.

Erhöhte Noten (#)

Die erhöhten Noten sind die schwarzen Tasten rechts von den weißen Tasten. Die erste schwarze Taste der Zweiergruppe ist also Cis. Dieser Ton klingt etwas höher als C.

Das Kreuz-Symbol, um diese Halbtöne zu notieren, sieht aus wie ein Hashtag: Die schwarzen Tasten in der Zweiergruppe sind also C# und D# (Cis und Dis), in der Dreiergruppe heißen sie F#, G# und A# (Fis, Gis, Ais).

Erniedrigte Noten (♭)

Die erniedrigten (alterierten) Noten liegen unmittelbar links von den weißen Tasten. Die erste schwarze Taste in der Zweiergruppe kann also auch mit Des bezeichnet werden. Dieser Ton klingt etwas tiefer als D.

Das♭-Symbol, um diese Halbtöne zu notieren, erinnert an die kleine Variante des Buchstaben B. Ein Des würdest du also so schreiben: Db.

Die schwarzen Tasten in der Zweiergruppe sind Db und Eb (Des, Es), in der Dreiergruppe heißen sie Gb, Ab und B (Ges, As, B).

Kurze Wiederholung: # ist höher, b ist niedriger. Diese musikalischen Begriffe werden oft benutzt, z. B. wenn ein*e Gitarrenspieler*in sagt, die A-Saite wäre einen Halbton zu hoch oder zu niedrig gestimmt.

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Die 5 beliebtesten Methoden, um die Klaviertastatur zu beschriften

Da du jetzt weißt, wo die verschiedenen Noten zu finden sind, sollte es einfach sein, die Tasten deines Keyboards entsprechend zu beschriften.

Es gibt viele verschiedene Arten, die Klaviertasten zu markieren – alle haben Vor- und Nachteile. Hier kommen die fünf beliebtesten Methoden.

1) Die Tasten farblich markieren

Gerade für sehr junge Anfänger*innen am Klavier ist die farbliche Markierung eine gute Idee. Kinder, die noch nicht lesen und schreiben können, erlernen auf diese Weise leichter die Anordnung der Tasten.

Manche ältere Einsteiger*innen lernen dagegen am Anfang nach Gehör. Wie das funktioniert, erklärt dieser Artikel im Skoove Blog. Wenn du nach Gehör spielst, liest du nicht die Noten. Deshalb kann es auch in diesem Fall hilfreich sein, die Keyboard-Tasten farblich zu markieren.

Meiner Meinung nach unterstüzt die Farbmethode das Gedächtnis. Denn du schreibst die Notennamen nicht direkt auf die Tasten, sondern verbindest im Kopf eine bestimmte Farbe mit einer bestimmten Note.

Das brauchst du dafür:

Farbige Sticker, die du in jedem Laden für Bürobedarf findest. Achte darauf, dass sie selbstklebend sind und besorge dir die Aufkleber-Bögen oder Sticker-Rollen in MINDESTENS fünf verschiedenen Farben.

So markierst du deine Klaviertastatur mit der Farbmethode:

Finde das mittlere C (C4) und platziere dort einen roten Aufkleber-Punkt.

Klebe einen grünen Punkt auf das D,

einen gelben Punkt auf das E,

einen orange-farbenen Punkt auf das F

 und einen schwarzen Punkt auf das G.

Denn die meisten Stücke und Übungen für Anfänger nutzen diese fünf ersten Töne der C-Dur-Tonleiter. Für manche brauchst du sogar weniger Noten, wie beim Thema aus „Der Weiße Hai“, das tatsächlich nur zwei verschiedene Noten verwendet. Hier ist der Beweis bei Skoove:

Übung ansehen

Aber konzentriere dich nicht zu sehr auf die Farben, letztlich sind sie nur eine Illustration. Du kannst zudem andere fünf Farben benutzen und wenn in deiner Packung noch weitere sind, markiere auch die beiden nächsten Tasten, also A und H, farblich.

An der University of California, Berkeley, fanden Wissenschaftler vor einiger Zeit übrigens Folgendes heraus: Unser Gehirn verbindet Musik mit bestimmten Farben abhängig davon, wie wir uns fühlen, wenn wir diese Musik hören. Mehr Details dazu findest du in diesem Artikel.

2) Noten auf die Tasten schreiben

Bei dieser Methode beschriftest du die Klaviertasten direkt mit den entsprechenden Noten. Das ist zweifellos der einfachste Weg, um mit dem Klavierspielen zu beginnen.

Das brauchst du dafür:

Eine Rolle oder ein Bogen mit Punkt-Aufklebern in Weiß, die du ebenfalls in jedem Laden für Bürobedarf findest. Du kannst auch andere weiße Blanko-Sticker oder Aufkleber verwenden, die du auf die nötige Größe zurechtschneidest.

Markiere die Klaviertastatur: Beschrifte die Tasten mit den Noten

Wenn du weißt, welche Noten auf jeder Taste liegen, ist das schnell zu erledigen.

Finde das mittlere C (C4) auf deinem Klavier oder Keyboard.

Klebe dann einen der weißen Sticker-Punkte auf alle weißen Tasten von C4 bis zum nächsten C, insgesamt sollten das acht sein. Platziere danach fünf Sticker auf die fünf schwarzen Tasten dieser Tonleiter.

Jetzt kannst du die Aufkleber beschriften! Der erste Sticker ist auf der C-Taste? Perfekt. Dann schreibe jetzt nacheinander C – D – E – F – G – A – H – C auf die Aufkleber der weißen Tasten.

Zum Schluss markierst du die schwarzen Tasten. Dabei hast du die Wahl zwischen den Notennamen der erhöhten #-Töne und der erniedrigten ♭-Töne. Ich empfehle dir, die Tasten mit beiden Namen zu beschriften.

Das kann dann so aussehen:

In der Zweiergruppe der schwarzen Tasten beschrifte die erste mit C#/Db, die zweite mit D#/Eb. Die Gruppe der drei schwarzen Tasten markierst du nacheinander mit F#/Gb, G#/Ab und A#/B.

Wenn alle Tasten beschriftet sind, kannst du anfangen, Klavier zu spielen! Wie wär’s mit einem Song aus der Skoove App? Diese einfache Bearbeitung von „Don’t worry be happy“ von Bobby McFerrin ist ein guter Einstieg:

Übung starten

3) Nur einige Noten auf den Tasten markieren

Eine weitere Möglichkeit ist es, nur einige Tasten auf deinem Klavier oder der Keyboard-Tastatur zu beschriften. Du kannst entscheiden, wie viele Noten du beschriften willst oder wie viele Markierungen du benötigst, um deinen Lernprozess zu erleichtern.

Das brauchst du dafür:

Eine Rolle oder ein Bogen mit Punkt-Aufklebern in Weiß, die du in jedem Laden für Bürobedarf findest.

So beschriftest du einige Noten auf der Klaviertastatur:

Dafür gibt es unterschiedliche Methoden. Du könntest nur die weißen Tasten markieren oder nur einige von ihnen, zum Beispiel die A-, H- und C-Noten oder die C-, E- und G-Noten.

Manche Schüler*innen beschriften am Anfang alle Tasten auf dem Klavier und entfernen nach und nach Aufkleber, wenn sie besser spielen können, bis nur noch einige wenige übrig sind. Wenn du Herausforderungen liebst und schon ein wenig Erfahrung hast, könnte das eine gute Methode für dich sein.

Es gibt im Skoove Blog auch einen Artikel über die Kunst des richtigen Übens am Klavier. Wenn du möglichst bald ohne Markierungen auf den Tasten spielen willst, findest du dort praktische Tipps.

4) Gehe aufs Ganze – Noten und Notenschrift

Wenn du mit ganzer Kraft einsteigen willst, versuche es mit dieser Methode. Dabei kannst du auch sehen, wie die Noten, die du spielst, auf einem Notenblatt aussehen würden. Dafür beschriftest du die Tasten der Klaviatur nicht nur mit den Notennamen, sondern auch mit einer kleinen Abbildung der Notation.

Das brauchst du dafür:

Besorge dir einen Satz Klavieraufkleber bzw. Keyboard-Sticker, die es genau für diesen Zweck zu kaufen gibt. Das ist in diesem Fall tatsächlich besser, als zu versuchen, diese Aufkleber selbst herzustellen.

Viele Musikgeschäfte oder Notenhändler bieten diverses Zubehör zum Erlernen von Instrumenten an. Dort findest du Hilfsmittel wie diese hier:

Solche Aufkleber findest du auch bei diversen Online-Händlern.

So markierst du Keyboard-Tasten mit bedruckten Aufklebern:

Hinweis: Diese Sticker reißen leicht ein – sei also vorsichtig, wenn du die Packung öffnest und sie dann auf der Klaviertastatur platzierst.

Gehe dann zum mittleren C (C4) auf dem Klavier. Falls du ein Sticker-Set mit mehreren Oktaven gekauft hast, achte auch gleich auf die anderen C-Noten. Befestige die passenden Aufkleber auf den jeweiligen C-Tasten.

Klebe danach alle D-Sticker auf die Klaviertasten, dann die Aufkleber mit E usw.

Wenn du mit den weißen Tasten fertig bist, widme dich den schwarzen Tasten mit den Halbtönen. Beginne mit den Zweiergruppen (C# und D#) und beschrifte am Ende die Dreiergruppen (F#, G# und A#).

5) Zeige mir, wie ich anfangen soll…

Ich nenne diese Methode „Zeige mir, wie ich anfangen soll“, weil es genau darum geht. Anfänger*innen am Klavier finden es zu Beginn oft schwierig, ihre anfängliche Handposition zu finden – aber wenn sie diese gefunden haben, gehen ihnen die Übungsstücke leicht von der Hand. Um dir dabei zu helfen, kannst du bei dieser Methode nur die Anfangsposition markieren.

Was du dafür brauchst:

Jede Art von Aufklebern oder Stickern ist dafür geeignet.

So beschriftest du die Tastatur für die Ausgangsposition deiner Hand:

Deine Aufkleber sollten dafür eine Größe von etwa 1 x 1 cm haben.

Gehe zum mittleren C (C4) auf dem Klavier, platziere dort einen Aufkleber und schreibe mit einem Marker „C“ darauf.

Das sollte schon ausreichen, um die Ausgangsposition für deine Hand zu finden, bei der du meist mit dem Daumen auf dem C beginnst, das du gerade markiert hast. Jetzt kannst du versuchen aus dieser Position heraus, die Melodie von Beethovens „Ode an die Freude“ zu spielen. Diese Übung von Skoove hilft dir dabei:

Übung starten

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Fazit

Mit diesen fünf Methoden, deine Klaviertastatur zu beschriften, kannst du deine musikalische Reise einfach beginnen. Die Methodik der Skoove Piano App wird dich dabei hilfreich unterstützen, denn du lernst in deinem selbstbestimmten Tempo. Und je besser du spielen kannst, desto rascher wirst du auf die Beschriftung der Keyboard-Tasten verzichten können. Viel Spaß beim Klavierlernen!

 


Autor dieses Blog-Artikels:

Roelof Strydom

Roelof Strydom ist ein Texter, dessen Inhalte weltweit veröffentlicht wurden. Geboren mit dem absoluten Gehör, verfeinerte er seine Fähigkeiten zum Notenlesen während seiner Zeit an der weltberühmten Drakensburg Boys Choir School. Wenn er nicht schreibt, spielt er Klavier, trinkt Rotwein, liest gute Bücher oder fährt seinen alten Benz durch durch die weiten Landschaften Südafrikas, wo er lebt. Er betreibt eine Musikschule mit derzeit 250 Schüler*innen und ist ein bekannter Klavier-Entertainer, der regelmäßig in Johannesburg auftritt.


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