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Was ist ein Arpeggio und wie kannst du es spielen?

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Was ist ein Arpeggio?

Der Begriff Arpeggio kommt vom italienischen Wort arpeggiare, was so viel bedeutet wie auf der Harfe spielen. Denn Harfenspieler zupfen die Saiten, um einzelne Noten oder Akkorde zu spielen, so kam die Arpeggio-Technik zu ihrem Namen. Aber natürlich kannst du ein Arpeggio auch auf dem Klavier, dem E-Piano, einem Keyboard oder auf einer Gitarre spielen.

Ein Arpeggio ist eine Art gebrochener Akkord, bei dem du die Noten entweder in aufsteigender oder absteigender Reihenfolge spielst. Um besser zu verstehen, was ein Arpeggio ist und wie es klingt, schau dir am besten dieses Experiment aus dem Chrome Music Lab an.

 

Was genau also ist ein Arpeggio? Am einfachsten ist es, wenn du es dir als erweiterten Dreiklang vorstellst. Mehr über gebrochene Akkorde und Dreiklänge erfährst du hier.

Was ist ein Dreiklang?

Kurze Erinnerung: Ein Dreiklang entsteht, wenn du drei Noten (Töne) kombinierst. Spiele einfach drei Tasten nacheinander und überspringe dazwischen liegende Tasten und schon hast du einen Dreiklang. Willst du einen Dreiklang auf der C-Dur-Tonleiter spielen, dann spiele die Noten C, E und G. Dabei überspringst du die Töne D und F, die dazwischen liegen. So einfach entsteht ein Dreiklang innerhalb der C-Dur-Tonleiter. Da du mit dem C als Grundton beginnst, heißt er C-Dur-Dreiklang.

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Wie spielt man ein Arpeggio?

Mit Arpeggios gehst du in der Musik den nächsten Schritt. Statt die Noten nur nacheinander zu spielen wie auf einer Tonleiter, kommst du wieder zurück zur Startposition. Für ein Arpeggio in C-Dur heißt das, nachdem du den C-E-G-Dreiklang gespielt hast, komplettierst du das Arpeggio, indem du wieder zu C zurückkehrst. Du kannst also zum Beispiel C-E-G-E-C spielen. Das ist die einfachste Form eines Arpeggio: das ein-oktavige Arpeggio mit drei Noten.

Wenn du dieses Arpeggio mit der rechten Hand übst, spiele am besten mit den Fingern 1-3-5-3-1 (1 ist der Daumen). Willst du mit der linken Hand üben, ist die Reihenfolge der Finger 5-3-1-3-5. Nach einer gewissen Übung wirst du Arpeggios auch gleichzeitig mit beiden Händen spielen können. Das klingt nicht nur gut, sondern du wirst auch merken, dass du etwas erreicht hast.

„Can’t Help Falling In Love“ von Elvis Presley ist ein perfektes Beispiel für einen Song mit Arpeggios. Die gesamte Komposition beruht auf einem linearen Arpeggio auf der C-Dur-Tonleiter.

Um selbst Arpeggios auszuprobieren, schau dir am besten die Übung mit diesem Song bei Skoove an, unserem Online-Musik-Tool, das dir geduldig das Klavier spielen beibringt.

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Arpeggios mit drei Tönen sind jedoch nicht die einzigen, die dir begegnen werden. Je besser du spielen kannst, desto häufiger wirst du komplexe Arpeggios kennenlernen.

Verschiedene Arten von Arpeggios

Ein-oktaviges Arpeggio mit vier Noten

Nachdem du das Arpeggio mit drei Noten gemeistert hast, ist dein nächster Schritt ein Arpeggio mit vier Noten. Statt beim dritten Ton kehrst du erst beim vierten Ton zurück. Dadurch wirst du insgesamt sieben Tasten spielen, statt fünf wie beim Arpeggio mit drei Noten.

Wenn wir wieder das Beispiel des C-Dur-Dreiklangs nehmen, dann spielst du C-E-G-C-G-E-C. Deutlich siehst du die beiden zusätzlichen Noten nach den ersten drei in diesem Arpeggio.

Um dieses Arpeggio mit vier Noten zu spielen, setzt du für die beiden zusätzlichen Noten einen weiteren Finger ein. Dafür musst du deinen Fingersatz verändern. Wenn du deine rechte Hand benutzt, spielen deine Finger es so: 1-2-3-5-3-2-1. Spielst du mit der linken Hand, dann nutze diese Reihenfolge: 5-3-2-1-2-3-5.

Die ersten beiden Arten von Arpeggios, die wir uns angeschaut haben, nennen Pianisten ein-oktavige Arpeggios. Diese sind leicht zu erlernen, da deine Hand sich nicht über der Tastatur bewegen muss.

Übe diese ein-oktavigen Arpeggios mit Skoove, bis du sie sicher beherrschst. Dann bist du bereit für das nächste Level und vielleicht fliegen deine Hände ja schon bald so über die Tasten wie beim Pianisten und Entertainer Liberace. Dazu gehört es, Arpeggios zu spielen, die mehr als eine Oktave umfassen.

Zwei-oktavige Arpeggios

Wie der Name schon sagt, reichen zwei-oktavige Arpeggios über zwei Oktaven von Noten. Für Pianisten ist das natürlich eine Herausforderung, da sie nicht genug Finger haben, um Arpeggios über mehr als eine Oktave zu spielen. Also musst du mit deinen Fingern etwas herumtricksen, um ein Lagenwechsel deiner Hand herbeizuführen.

Statt deinen fünften Finger zu benutzen, bewegst du bei der vierten Note deinen Daumen unter deiner Hand hindurch (Daumenuntersatz). So kannst du mit der Hand neu ansetzen, weiterspielen und das Arpeggio beenden.

Spiele also nicht 1-2-3-5…, sondern erst 1-2-3, dann wechselt der Daumen unter der Hand durch zum nächsten Ton und du spielst 1-2-3-5. Zusammen sieht das so aus: 1-2-3-Untersatz-1-2-3-5.

Wenn du zur Startposition zurückkehren willst, kommst du an die gleiche kritische Stelle. Nach 1-2-3-Untersatz-1-2-3-5-3-2-1 bewegst du mit einer Drehung deines Daumens die Finger über diesen hinweg. Danach setzt du deine Hand neu auf, indem du mit dem Mittelfinger (Finger 3) die nächste Note spielst. Spiele mit der Fingerreihenfolge 3-2-1 die restlichen Noten des Arpeggios. Fertig. Diese Technik nennt man Fingerübersatz.

Zusammengefasst sieht ein zwei-oktaviges Arpeggio so aus: 1-2-3-Untersatz-1-2-3-5-3-2-1-Übersatz-3-2-1, wenn du die rechte Hand benutzt. Für ein linkshändiges Arpeggio spielst du diese Reihenfolge: 5-3-2-Übersatz-5-3-2-1-2-3-5-Untersatz-2-3-5.

Mehr-oktavige Arpeggios

Beim Daumenuntersatz mit dem Daumen unter der Hand durch zum nächsten Ton zu wechseln oder beim Fingerübersatz die Finger über den Daumen zu setzen: Diese Lagenwechsel zu erlernen, ist anfangs sicher nicht ganz einfach. Aber wenn du es geschafft hast, kannst du diese Techniken auch für das Spielen von drei- oder vier-oktavigen Arpeggios nutzen – ja, du kannst sogar alle sieben Oktaven eines Pianos damit überfliegen.

Wenn du ein Arpeggio übst, ist es daher auch egal, auf welcher Taste deines Klaviers oder Keyboards du beginnst. Du kannst die ganze Tastatur bespielen, deine Hand übersetzen und die nötigen Finger nutzen, um das Arpeggio komplett zu spielen.

Diese Übung führt deine Hand weit über die Tastatur und sie klingt auch gut:

Wofür kann ich Arpeggios nutzen?

Arpeggios auf dem Klavier spielen – das zu lernen hat zahlreiche Vorteile. Wenn du weißt, wie man Arpeggios spielt, dann ist das aus folgenden Gründen ein wesentlicher Schritt auf deinem Weg zur Meisterschaft auf dem Klavier:

Wie schon vorher erwähnt, klingen Arpeggios sehr gut. Der gleichmäßige Anstieg und der anschließende Abstieg der Noten ist eine sehr natürliche Abfolge und schmeichelt unseren Ohren.

Arpeggios spielen lernen steigert auch deine Fingerfertigkeit auf dem Klavier und ein flüssiges Spiel. Je besser du sie spielen kannst, desto schneller werden deine Finger – und das ohne die Genauigkeit zu verlieren. Deshalb sind Arpeggios zudem perfekt für Aufwärmübungen vor einem Auftritt geeignet.

Arpeggios über mehr als eine Oktave führen deine Hände über die gesamte Tastatur, wenn du sie spielst. Deshalb sind sie eine sehr wirkungsvolle Übung für alle, die ihre Spielfertigkeiten voranbringen und mehr Sicherheit dabei erlangen wollen, die ganze Klaviatur zu nutzen.

Wenn sich deine Finger über die ganze Tastatur bewegen, gibt das deinem Spiel zudem ein neues Gefühl von Bewegung und Raffinesse. Das kann sehr nützlich sein, insbesondere für alle, die ihre eigene Musik komponieren wollen.

Übung starten

Wenn du, von diesen Vorteilen überzeugt, jetzt auch lernen willst, Arpeggios zu spielen, dann empfehle ich dir die folgende Lektion von Skoove. Skoove verfolgt dein Spiel und wartet, bis du die richtigen Tasten gespielt hast, bevor es weitergeht. Du kannst also einfach so lange üben, bis du das Stück fehlerfrei beherrschst.

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Tipps zum Üben von Arpeggios

Wenn du Arpeggios üben willst, solltest du ein paar Hinweise beachten, um das Beste aus deiner Übungseinheit herauszuholen. Auf dem Klavier zu spielen kann Spaß machen und erholsam sein – aber wenn du zu ungeduldig bist, wird es schnell nervig und frustrierend. Die folgenden Tipps sollen dir helfen, das zu vermeiden und produktiv zu üben:

Nimm dir Zeit

Das ist wirklich wichtig. Egal, welche Technik des Klavierspielens du üben willst, du kannst nichts erzwingen. Nimm dir deshalb die Zeit, die du brauchst und erwarte nicht gleich zu viel von dir. Eine neue Fähigkeit zu erlernen, das erfordert Zeit und Erfahrung – beim Klavierspielen ist das nicht anders. Versuche ruhig zu bleiben, auch wenn sich die Dinge mal nicht so schnell entwickeln, wie von dir gehofft.

Klavier spielen soll Spaß machen und keine lästige Pflicht sein. Experimentiere daher mit den Techniken, die du üben willst. So bleiben die Übungsstunden frisch und abwechslungsreich, du bleibst interessiert und motiviert, deine Fähigkeiten zu verbessern.

Flüssige Bewegungen

Die richtige Körperhaltung und flüssige Bewegungen lassen nicht nur deine Performance eleganter wirken, sie können tatsächlich auch dein Spiel verbessern. Versuche, deine Schultern und Handgelenke beim Spielen entspannt zu lassen. Bewege deine Ellenbogen im Fluss der Musik, während sich deine Finger über die Tastatur bewegen. Halte deinen Rücken gerade und drehe deine Hüfte, wenn du dich weiter über die Tastatur bewegen willst. Achte darauf, dass dabei deine Schultern parallel zum Boden sind.

Auf diese Weise wirst du flüssiger auf dem Klavier spielen – und dabei auch noch großartig aussehen. Volle Punktzahl!

Halte deine Finger bereit

Achte beim Üben aber nicht nur auf deinen Oberkörper. Deine Finger müssen jederzeit bereit sein, die nächste Note zu spielen. Das gilt insbesondere für mehr-oktavige Arpeggios, bei denen du den Daumenuntersatz und den Fingerübersatz anwendest, die wir oben genannt haben.

Positioniere deine Hände stets im Voraus so, dass du die nächsten beiden Tasten spielen kannst. Bewege also deinen Daumen nicht erst, wenn dein 5. Finger (kleiner Finger) spielt. Du wirst sonst mit deinen Fingern durcheinander kommen, wenn du das vorherige Tempo weiterspielen willst.

Statt zu warten, solltest du deshalb deinen Daumen bewegen, sobald der vierte Finger dran war, damit der Daumen bereit ist, die nächste Note zu spielen.

Auch kleine Schritte sind wichtig

Erwarte nicht, schon nach der ersten Übungseinheit mit deinen Händen über die Tastatur zu fegen wie ein Meisterpianist. Wie bei allen neuen Fähigkeiten brauchst du erst eine solide Basis, von der du dann immer weiter aufsteigst.

Spiele erst das Arpeggio mit drei Noten sicher, bevor du eines mit vier Noten übst. Dann nimm dir für das Arpeggio mit vier Tönen ausreichend Zeit. Versuche dich erst an einem zwei-oktavigen Arpeggio, wenn du das ein-oktavige gut beherrschst.

Und wenn du dann in der Lage bist, das zwei-oktavige Arpeggio fehlerfrei zu spielen, kannst du weitergehen zu drei-, vier- oder sogar sieben-oktavigen Arpeggios. Sie alle nutzen die gleichen Techniken auf der Tastatur wie das zwei-oktavige Arpeggio.

Spiele erst mit langsamen Tempo, dann werde schneller

Um den im vorherigen Abschnitt erwähnten Fortschritt zu erzielen, ist es wichtig, die Übungen immer mit einem langsamen Tempo zu beginnen. Verwende ein Metronom, um dein Timing gleichmäßig zu halten und synchron zu spielen. Wenn du merkst, dass es gut funktioniert, kannst du dein Tempo erhöhen und deine Spielgeschwindigkeit ausbauen. Mit genug Übung wirst du bald eine gelungene Performance als Pianist hinlegen und dein Publikum begeistern.

Wo gibt es Übungsmaterial für Arpeggios auf dem Klavier?

Jetzt, da du weißt, wie man Arpeggios üben kann, fragst du dich vielleicht, wo du dafür Übungsmaterial findest. Keine Sorge. Skoove ist eine fabelhafte Plattform zum Klavier spielen lernen, wo du nach deinem eigenen Tempo üben kannst. In unserer umfangreichen Auswahl an Klavierkursen und Übungen, gibt es auch welche zum Thema Arpeggios.

Wenn du die Kunst des Spielens von Arpeggios mit der rechten Hand beherrschst, ist es an der Zeit, es auch mit der linken Hand zu versuchen!

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Wenn du in der Lage bist, mit beiden Händen gleich gut zu spielen, traue dich an eine andere Abfolge.

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Wenn du aber bekannte Lieder üben willst, die Arpeggios enthalten, dann empfehle ich dir die Song-Sammlung von Skoove zu durchstöbern, um zu lernen, deine Lieblingsstücke zu spielen. Skoove stellt Bearbeitungen von beliebten Songs bereit, die sich an den jeweiligen Fähigkeiten der lernenden Klavierspieler orientieren. Egal, wie geübt du schon bist, du wirst bei Skoove schnell vertraute Melodien finden, die du üben kannst.

Hier eine kleine Auswahl an Songs:

You’ll Never Walk Alone von Gerry & The Pacemakers

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House of the Rising Sun von The Animals

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Spiele diese Lerneinheiten, um deine Hand darin zu üben, Arpeggios zu spielen. Mit viel Übung kannst du dir vielleicht so viel Style und Fähigkeiten am Klavier aneignen, um der nächste Liberace zu werden!

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Autorin dieses Artikels:

Sa Bal hat sechs Jahre als Freelancerin für digitale und Content-Marketing-Agenturen gearbeitet. Als professionelle Texterin schreibt sie viel über Themen rund ums Klavier.

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