In Japan ist das Interesse daran, ein Instrument zu lernen, besonders groß – darauf deutet eine neue Analyse von Google-Suchanfragen in fast drei Dutzend Ländern hin. Am meisten gefragt ist das Klavier, das auch im Vergleich der untersuchten Länder insgesamt vorn liegt. Das Suchinteresse am Gitarrelernen ist dagegen rückläufig: In Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien ist es seit 2016 um mindestens die Hälfte gesunken.
Für den „Index des musikalischen Ehrgeizes“ haben die Klavierlern-App Skoove und DataPulse Research 1,1 Millionen Suchanfragen pro Monat in 32 Ländern ausgewertet. Untersucht wurden Suchbegriffe wie „Klavier lernen“, „Gitarrenunterricht“ und „wie spielt man Schlagzeug“ in insgesamt 19 Sprachen. Für das Länderranking wurden die Suchvolumina ins Verhältnis zur Bevölkerungsgröße, zur Internetnutzung und zum Google-Marktanteil gesetzt. 26 der 32 untersuchten Länder gingen in das Ranking ein.
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In Japan ist das Interesse, ein Musikinstrument spielen zu lernen, dreimal so groß wie im Durchschnitt der Länder
In Japan wird dreimal so häufig danach gesucht, ein Instrument zu lernen, wie im Durchschnitt der 26 Länder im Ranking. Mit deutlichem Abstand folgen die Vereinigten Staaten mit dem 1,7-Fachen und Australien mit dem 1,6-Fachen des Durchschnitts. Im Vergleich zu Italien, das für seine Musikkultur bekannt ist, ist das Suchinteresse in Japan sechsmal so hoch. Zwei Drittel der japanischen Suchanfragen zum Instrumentenlernen entfallen auf das Klavier.
Zwischen Japan an der Spitze und Kolumbien am Tabellenende liegt ein Faktor von 15. Die letzten drei Plätze belegen Kolumbien, Südkorea und Spanien mit dem 0,2-, 0,35- beziehungsweise 0,45-Fachen des Durchschnitts. Bei Japan und Südkorea ist allerdings eine Besonderheit zu beachten: Im untersuchten Zeitraum entfielen in Japan durchschnittlich nur 74 % aller Suchanfragen auf Google, in Südkorea waren es 48 %. Damit die Länder vergleichbar sind, berücksichtigt der Index diese unterschiedlichen Marktanteile. Weil Google in Japan und Südkorea einen kleineren Teil der Suchaktivität erfasst, fällt diese rechnerische Anpassung dort stärker ins Gewicht. Die Ergebnisse sind deshalb mit größerer Unsicherheit verbunden.
Japan liegt im Ranking vorn, obwohl das Suchinteresse am Klavierlernen zuletzt zurückgegangen ist: Laut Google Trends liegt das Interesse an Klavierschulen (ピアノ教室) 27 % unter dem Höchststand von 2021. Eine mögliche Erklärung für die anhaltende Spitzenposition ist die lange Klaviertradition des Landes. Musik ist dort bis zum Ende der Mittelstufe Pflichtfach (Überblick über die japanischen Lehrplanrichtlinien). Japanische Hersteller haben zudem die Entwicklung des Instruments mitgeprägt: Das in Osaka gegründete Unternehmen Roland brachte 1974 das weltweit erste elektronische Piano mit anschlagdynamischer Tastatur auf den Markt.
Zugrunde liegende Daten anzeigen
| Land | Vielfaches des 26-Länder-Durchschnitts |
|---|---|
| 🇯🇵 Japan | 3,01× |
| 🇺🇸 Vereinigte Staaten | 1,67× |
| 🇦🇺 Australien | 1,60× |
| 🇮🇪 Irland | 1,50× |
| 🇳🇱 Niederlande | 1,48× |
| 🇩🇰 Dänemark | 1,36× |
| 🇦🇹 Österreich | 1,31× |
| 🇨🇦 Kanada | 1,29× |
| 🇬🇧 Vereinigtes Königreich | 1,07× |
| 🇳🇿 Neuseeland | 1,05× |
| 🇩🇪 Deutschland | 1,02× |
| 🇨🇭 Schweiz | 0,93× |
| 🇸🇪 Schweden | 0,86× |
| 🇵🇱 Polen | 0,85× |
| 🇫🇮 Finnland | 0,79× |
| 🇳🇴 Norwegen | 0,76× |
| 🇫🇷 Frankreich | 0,75× |
| 🇲🇽 Mexiko | 0,73× |
| 🇧🇷 Brasilien | 0,70× |
| 🇦🇷 Argentinien | 0,67× |
| 🇵🇹 Portugal | 0,63× |
| 🇮🇹 Italien | 0,48× |
| 🇨🇱 Chile | 0,47× |
| 🇪🇸 Spanien | 0,45× |
| 🇰🇷 Südkorea | 0,35× |
| 🇨🇴 Kolumbien | 0,20× |
Quelle: Google Ads über DataForSEO; Weltbank; StatCounter. Suchbegriffe in der Landessprache plus Englisch. Bereinigt um Bevölkerung, Internetnutzung und Googles Anteil an den Suchanfragen, der in Japan und Südkorea niedriger ist.
Hinter Japan folgen vor allem englischsprachige Länder und kleinere, wohlhabende Länder Europas: Die Vereinigten Staaten und Australien belegen die Plätze zwei und drei. Dahinter liegen Irland, die Niederlande, Dänemark, Österreich und Kanada dicht beieinander. Europas große Musikmärkte finden sich weiter unten: Das Vereinigte Königreich liegt auf Platz neun, Deutschland auf Platz elf und Frankreich trotz seiner zahlreichen Konservatorien auf Platz 17 der 26 Länder im Ranking.
Besonders aufschlussreich ist der Vergleich zwischen Irland und Norwegen: Irland ist mit dem 1,5-Fachen des Durchschnitts das bestplatzierte europäische Land. Norwegen erreicht dagegen nur etwa die Hälfte des irischen Werts und liegt in der unteren Hälfte des Rankings. Zwei kleine, wohlhabende Länder im Norden Europas – und ein deutlicher Unterschied im Suchinteresse. Welche Gründe dahinter liegen könnten, untersucht der letzte Abschnitt dieser Studie.
Die Welt will Klavier spielen
Das Interesse am Instrumentenlernen unterscheidet sich im internationalen Vergleich deutlich. Doch welche Instrumente sind besonders gefragt? DataPulse Research hat dafür Suchanfragen zu Klavier, Gitarre, Geige, Schlagzeug und Gesang untersucht. Für 28 der 32 Länder lagen ausreichend Daten für diesen Vergleich vor. In der Gesamtauswertung liegt das Klavier vorn: Auf das Instrument entfallen 38 % der Suchanfragen, die sich einem der fünf untersuchten Bereiche zuordnen lassen.
In 13 Ländern wird am häufigsten nach Klavier gesucht, darunter in den Vereinigten Staaten, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Japan. Die Gitarre kommt insgesamt auf 25 % der Suchanfragen und liegt in sieben Ländern vorn: Irland, Neuseeland, Polen, Mexiko, Brasilien, Italien und Kolumbien.
In Finnland steht Gesang an erster Stelle, in Südkorea Schlagzeug. Bei den englischsprachigen Suchanfragen in Indien liegt ebenfalls Gesang vorn. In fünf Ländern liefern sich die beiden führenden Instrumente ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
- 🇯🇵Japan67 %
- 🇨🇭Schweiz49 %
- 🇨🇦Kanada44 %
- 🇬🇧Vereinigtes Königreich44 %
- 🇳🇴Norwegen41 %
- 🇿🇦Südafrika40 %
- 🇫🇷Frankreich39 %
- 🇩🇪Deutschland39 %
- 🇺🇸Vereinigte Staaten37 %
- 🇩🇰Dänemark34 %
- 🇦🇹Österreich34 %
- 🇵🇹Portugal32 %
- 🇳🇱Niederlande31 %
- 🇮🇹Italien57 %
- 🇵🇱Polen46 %
- 🇧🇷Brasilien42 %
- 🇲🇽Mexiko39 %
- 🇳🇿Neuseeland39 %
- 🇮🇪Irland32 %
- 🇨🇴Kolumbien31 %
- 🇮🇳Indien36 %
- 🇫🇮Finnland34 %
- 🇰🇷Südkorea29 %
- 🇸🇪SchwedenGitarre 32 % · Klavier 31 %
- 🇦🇺AustralienKlavier 31 % · Gesang 29 %
- 🇪🇸SpanienGitarre 30 % · Klavier 28 %
- 🇨🇱ChileGitarre 30 % · Gesang 29 %
- 🇦🇷ArgentinienGesang 29 % · Klavier 27 %
Die Prozentwerte zeigen den Anteil der jeweils genannten Kategorie an allen Suchanfragen eines Landes zu Klavier, Gitarre, Geige, Schlagzeug und Gesang. Andere Instrumente wurden nicht untersucht. Liegen die beiden führenden Kategorien höchstens drei Prozentpunkte auseinander, werden beide unter „Kopf an Kopf“ aufgeführt. Erfasst wurden monatliche Durchschnittswerte von August 2025 bis Februar 2026, je nach Land in der Landessprache und/oder auf Englisch; Indien und Südafrika ausschließlich auf Englisch.
Warum liegt das Klavier insgesamt vorn? Entscheidend ist, wonach gesucht wird. Beim Vergleich von Gitarre und Klavier zeigt sich: Bei Suchanfragen wie „Gitarre lernen“ oder „wie spielt man Gitarre“, die die Studie dem Selbstlernen zuordnet, liegt die Gitarre mit 62 % vor dem Klavier mit 38 %. Bei der gezielten Suche nach Unterricht, etwa mit „Klavierunterricht“ oder „Klavierunterricht in der Nähe“, ist es umgekehrt: Hier entfallen 66 % des Suchvolumens auf das Klavier und 34 % auf die Gitarre.
Suchanfragen nach Unterricht machen etwa drei Viertel der ausgewerteten Klavier- und Gitarrensuchen aus. Sie sind damit dreimal so zahlreich wie die dem Selbstlernen zugeordneten Anfragen. Der Vorsprung des Klaviers bei der Unterrichtssuche gibt deshalb im Vergleich der beiden Instrumente den Ausschlag. Das Muster: Wer nach Anleitungen zum Selbstlernen sucht, sucht häufiger nach Gitarre. Bei der Suche nach Unterricht liegt dagegen das Klavier vorn.
Zugrunde liegende Daten anzeigen
| Art der Suche | Klavier | Gitarre |
|---|---|---|
| Suche nach Unterricht (77 % dieser Suchanfragen) | 66 % | 34 % |
| Selbst beibringen (23 % dieser Suchanfragen) | 38 % | 62 % |
Quelle: Google Ads über DataForSEO. Anteile an den gemeinsamen monatlichen Suchanfragen beider Instrumente, August 2025 bis Februar 2026.
Andere Erhebungen ergänzen das Bild: In einer YouGov-Umfrage von 2022 wurden Menschen in den USA, die nie ein Instrument gelernt hatten, es aber gern getan hätten, nach ihrem Wunschinstrument gefragt. 47 % nannten das Klavier, 22 % die Gitarre. An den öffentlichen Musikschulen im Verband deutscher Musikschulen lag das Klavier ebenfalls vorn: Für 2021 verzeichnet die Statistik rund 160.000 Fachbelegungen für Klavier gegenüber 117.500 für Gitarre.
Unter den Menschen, die in Deutschland bereits in ihrer Freizeit musizieren, ist dagegen die Gitarre weiter verbreitet. Laut der Allensbach-Studie zum Amateurmusizieren, für die im Winter 2024/25 Befragungen durchgeführt wurden, spielen 28 % der Amateurmusizierenden ab 16 Jahren Gitarre und 24 % Klavier. Die Suchdaten der vorliegenden Untersuchung zeigen hingegen, dass in Deutschland häufiger nach Klavierunterricht als nach Gitarrenunterricht gesucht wird. Die Ergebnisse beschreiben damit unterschiedliche Perspektiven: welche Instrumente bereits gespielt werden und für welche Unterricht gesucht wird.
Die Gitarre verliert in Europa deutlich. Das Klavier hält sich besser

Das Suchinteresse am Gitarrelernen ist von 2016 bis 2025 in Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien um mindestens die Hälfte gesunken, in Brasilien sogar um zwei Drittel. In den Vereinigten Staaten fällt der Rückgang mit 6 % deutlich geringer aus, ebenso im Vereinigten Königreich mit 11 %.
Während der Länderindex einen Zeitraum von sieben Monaten abbildet, zeigt eine ergänzende Google-Trends-Auswertung die längerfristige Entwicklung: Dafür wurden die Suchbegriffe „Gitarre lernen“ und „Klavier lernen“ in der jeweiligen Landessprache von 2016 bis 2025 untersucht. Als Vergleichsbasis dient für jedes Land das Suchinteresse im Jahr 2016.
Zugrunde liegende Daten anzeigen
| Jahr | Vereinigte Staaten | Vereinigtes Königreich | Deutschland | Frankreich | Spanien | Italien | Brasilien |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 |
| 2017 | 95,9 | 97,4 | 91,0 | 79,1 | 81,9 | 81,8 | 79,0 |
| 2018 | 91,2 | 86,6 | 84,1 | 72,5 | 77,4 | 72,1 | 64,4 |
| 2019 | 91,0 | 91,8 | 80,5 | 63,6 | 71,4 | 64,1 | 54,6 |
| 2020 | 112,0 | 139,8 | 83,5 | 77,9 | 97,1 | 91,8 | 62,1 |
| 2021 | 81,8 | 82,7 | 67,1 | 56,6 | 54,8 | 54,1 | 38,0 |
| 2022 | 89,0 | 79,8 | 56,9 | 48,9 | 48,6 | 48,5 | 40,0 |
| 2023 | 88,4 | 79,2 | 52,1 | 45,3 | 41,6 | 49,4 | 31,4 |
| 2024 | 84,4 | 77,5 | 43,6 | 38,2 | 37,6 | 49,0 | 26,2 |
| 2025 | 94,3 | 88,9 | 43,0 | 37,4 | 39,0 | 47,4 | 29,7 |
Quelle: Google Trends über DataForSEO. Die Kurven zeigen, wie sich das Suchinteresse gegenüber 2016 im jeweiligen Land verändert hat. Die Höhe des Suchinteresses lässt sich damit nicht zwischen den Ländern vergleichen. Japan ist nicht dargestellt, da die dort verwendete Suchanfrage nicht direkt vergleichbar ist.
Auch das Suchinteresse am Klavierlernen ging in diesen fünf Ländern zurück, allerdings deutlich weniger stark als beim Gitarrelernen. Im Jahr 2025 lag es in Deutschland bei 70 % des Ausgangswerts von 2016, in Frankreich bei 78 %, in Spanien bei 68 %, in Brasilien bei 73 % und in Italien bei 87 %. In den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich lag es dagegen zuletzt ungefähr auf dem Niveau von 2016.
Zugrunde liegende Daten anzeigen
| Jahr | Vereinigte Staaten | Vereinigtes Königreich | Deutschland | Frankreich | Spanien | Italien | Brasilien |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 |
| 2017 | 105,5 | 110,6 | 91,5 | 100,3 | 93,8 | 90,0 | 93,9 |
| 2018 | 98,0 | 105,7 | 87,2 | 108,1 | 112,9 | 77,7 | 83,6 |
| 2019 | 97,6 | 112,5 | 91,3 | 109,3 | 100,0 | 83,3 | 87,0 |
| 2020 | 121,3 | 150,3 | 107,2 | 151,8 | 151,2 | 103,4 | 100,0 |
| 2021 | 89,0 | 101,9 | 87,2 | 108,7 | 83,7 | 78,3 | 67,2 |
| 2022 | 95,8 | 96,2 | 77,7 | 105,7 | 70,3 | 68,8 | 66,3 |
| 2023 | 96,2 | 107,6 | 77,5 | 100,9 | 74,6 | 81,0 | 72,4 |
| 2024 | 93,1 | 101,9 | 70,3 | 83,3 | 69,4 | 91,1 | 68,9 |
| 2025 | 98,6 | 100,0 | 69,7 | 78,1 | 67,5 | 87,2 | 73,3 |
Quelle: Google Trends über DataForSEO. Die Kurven zeigen, wie sich das Suchinteresse gegenüber 2016 im jeweiligen Land verändert hat. Die Höhe des Suchinteresses lässt sich damit nicht zwischen den Ländern vergleichen. Japan ist nicht dargestellt, da die dort verwendete Suchanfrage nicht direkt vergleichbar ist.
In den meisten untersuchten Ländern stieg das Suchinteresse am Gitarrelernen während der Lockdowns 2020 vorübergehend an und ging anschließend wieder zurück. In Deutschland fiel der Anstieg mit 4 % im Vergleich zu 2019 allerdings gering aus, während er im Vereinigten Königreich 52 % betrug. In allen dargestellten Ländern außer den USA und dem Vereinigten Königreich lag das Suchinteresse 2025 höchstens noch halb so hoch wie 2016.
Die bereits erwähnte Statistik der öffentlichen Musikschulen im Verband deutscher Musikschulen zeigt ebenfalls unterschiedliche Entwicklungen für Gitarre und Klavier:
- Gitarre: 137.000 Fachbelegungen im Jahr 2013, 128.600 im Jahr 2019 und 117.500 im Jahr 2021.
- Klavier: 159.000 Fachbelegungen im Jahr 2013, 164.900 im Jahr 2019 und 160.100 im Jahr 2021.
Die Zahlen für 2013 sind mit den späteren Werten nur eingeschränkt vergleichbar: Bis 2013 wurden die Belegungen zu einem Stichtag erfasst, seit 2014 über ein vollständiges Kalenderjahr. Die veränderte Erfassung muss bei der Interpretation der Entwicklung berücksichtigt werden.
Könnte das rückläufige Suchinteresse daran liegen, dass Lernende statt Google inzwischen häufiger YouTube, TikTok oder Lern-Apps nutzen? Zur Einordnung wurde zusätzlich die Google-Trends-Kategorie „Music Education & Instruction“ ausgewertet. Sie erfasst Suchinteresse, das Google dem Bereich Musikunterricht zuordnet, unabhängig von den konkret untersuchten Suchbegriffen.
In dieser breiteren Kategorie fiel der Rückgang von 2016 bis 2025 deutlich geringer aus: In Deutschland sank das Suchinteresse um 10 %, in Frankreich um 17 %, in Italien um 16 % und in Spanien um 23 %. In den Vereinigten Staaten erholt es sich seit 2021; in Japan blieb es weitgehend stabil. Brasilien bildet eine Ausnahme: Dort ging auch das Suchinteresse in der gesamten Kategorie deutlich zurück, und zwar um 41 %.
Der Vergleich spricht dagegen, den Rückgang beim Gitarrelernen allein mit einer allgemeinen Abwanderung von Google zu erklären. Offen bleibt jedoch, ob Gitarrenlernende stärker zu anderen Plattformen gewechselt sind als Klavierlernende. Wie groß der Einfluss einer solchen Verlagerung ist, lässt sich aus den vorliegenden Daten nicht bestimmen. Die Zeitreihen zeigen jedenfalls: In den untersuchten Ländern Kontinentaleuropas und in Brasilien begann der Rückgang des Suchinteresses am Gitarrelernen bereits vor der Pandemie.
Das Klavier liegt vor jedem Nationalinstrument. Manche kommen nah heran

Das Suchinteresse am Klavierlernen hat sich nicht nur besser gehalten als das am Gitarrelernen. Auch im Vergleich mit traditionellen Instrumenten liegt das Klavier vorn. Doch wie groß ist das Interesse daran, die Instrumente zu lernen, die als typisch für ein Land gelten?
Für 26 der 28 Länder aus dem Instrumentenvergleich wurde jeweils ein Nationalinstrument ausgewählt. Das Diagramm zeigt die Ergebnisse für 25 Länder; für Finnland reichte die Datenbasis in der Landessprache nicht aus. Grundlage der Auswahl waren die Wikipedia-Liste der Nationalinstrumente sowie weitere getestete Volksinstrumente. Berücksichtigt wurde jeweils das Instrument mit den meisten Suchanfragen nach seinem Namen: etwa das Bandoneón für Argentinien, das Alphorn für die Schweiz, die Shamisen für Japan und das Harmonium für Indien. In zehn Ländern, von Norwegen bis Mexiko, fiel die Wahl auf das Akkordeon.
In allen 25 dargestellten Ländern ist das Suchinteresse am Klavierlernen größer als am Erlernen des jeweiligen Nationalinstruments. Mancherorts ist der Abstand allerdings gering: In Brasilien erreicht das Suchinteresse am Pandeirolernen 78 % des entsprechenden Werts für Klavier. Österreichs Steirische Harmonika kommt auf 43 %, Polens Akkordeon auf 40 %.
Untersucht wurden die Suchmuster „X lernen“, „X-Unterricht“ und „wie spielt man X“ in der jeweiligen Landessprache. Die Werte sind Monatsdurchschnitte von August 2025 bis Februar 2026. Dargestellt ist für jedes Land das Instrument, nach dessen Namen am häufigsten gesucht wurde. Die Auswahl umfasste Instrumente aus der Wikipedia-Liste der Nationalinstrumente sowie weitere getestete Volksinstrumente. Klavier, Gitarre, Geige, Schlagzeug und Gesang waren von dieser Auswahl ausgeschlossen.
Nicht dargestellt sind Länder mit weniger als 200 monatlichen Suchanfragen zum Klavierlernen in der Landessprache: Finnland sowie die vier Länder mit unzureichender landessprachlicher Datenbasis. „Unter der Meldeschwelle“ bedeutet weniger als etwa zehn Suchanfragen pro Monat.
In vielen Ländern ist das Suchinteresse am Erlernen des jeweiligen Nationalinstruments dagegen gering. Beim Schweizer Alphorn erreicht es 11 % des entsprechenden Werts für Klavier. Für Argentiniens Bandoneón, das den Klang des Tangos prägt, werden nur wenige Suchanfragen zum Lernen im Monat erfasst, ebenso für Schwedens Nyckelharpa. Japans Shamisen kommt auf 4.400 Suchanfragen – rund ein Zwanzigstel des japanischsprachigen Suchvolumens zum Klavierlernen.
Die meisten Suchanfragen unter den untersuchten traditionellen Instrumenten entfallen auf das Banjo in den USA: 6.800 pro Monat. Dahinter folgt das Pandeiro in Brasilien mit 5.600. Über mehrere Länder hinweg ist vor allem das Akkordeon stark vertreten: In zehn der 25 dargestellten Länder ist es das meistgesuchte der für das jeweilige Land getesteten traditionellen Instrumente. In Polen, Italien, den Niederlanden und Norwegen erreicht das Suchinteresse am Akkordeonlernen rund 30 % bis 40 % des entsprechenden Klavierwerts. In Frankreich sind es dagegen nur 7 %.
Irland und Norwegen: ähnlich künstlerisch aktiv, sehr unterschiedliches Suchinteresse
Traditionelle Instrumente stehen bei den Suchenden also nicht unbedingt hoch im Kurs. Doch womit hängt es zusammen, wie stark das generelle Interesse am Instrumentenlernen in einem Land ist?
Ein Vergleich mit Daten zur künstlerischen Aktivität liefert einen Anhaltspunkt: In den 13 europäischen Ländern, die im Ranking vertreten sind und für die vergleichbare Zahlen vorliegen, geht ein höherer Anteil künstlerisch Aktiver tendenziell mit einem höheren Suchinteresse am Musiklernen einher. Der statistische Zusammenhang liegt bei r = 0,55.
Grundlage sind Daten der Eurostat-Erhebung EU-SILC von 2022. Sie zeigen, welcher Anteil der Bevölkerung ab 16 Jahren in den vorangegangenen zwölf Monaten selbst künstlerisch tätig war. Dazu zählt nicht nur das Spielen eines Instruments, sondern auch die Beschäftigung mit anderen Kunstformen. Der Besuch von Konzerten oder Ausstellungen ist damit nicht gemeint. Deutschland fehlt im Diagramm, weil die entsprechenden Daten in der Erhebung 2022 nicht erfasst wurden.
Zugrunde liegende Daten anzeigen
| Land | Künstlerisch aktiv (%) | Index des musikalischen Ehrgeizes |
|---|---|---|
| Irland | 45,3 | 1,5 |
| Dänemark | 59,7 | 1,36 |
| Österreich | 58,4 | 1,31 |
| Niederlande | 46,7 | 1,48 |
| Finnland | 65,8 | 0,79 |
| Schweden | 40,7 | 0,86 |
| Norwegen | 47,6 | 0,76 |
| Schweiz | 40,7 | 0,93 |
| Spanien | 40,1 | 0,45 |
| Polen | 23,0 | 0,85 |
| Portugal | 20,5 | 0,63 |
| Frankreich | 19,2 | 0,75 |
| Italien | 17,3 | 0,48 |
Quelle: Eurostat ilc_scp07; Google Ads über DataForSEO. Gestrichelte Linien: Indexdurchschnitt (1,0×, gelb) und durchschnittlicher Anteil künstlerisch Aktiver (40 %, grau). Korrelation r = 0,55.
Besonders aufschlussreich ist der Vergleich zwischen Norwegen und Irland. In beiden Ländern ist ein ähnlich großer Anteil der Bevölkerung künstlerisch aktiv: in Norwegen 48 %, in Irland 45 %. Beim Suchinteresse am Instrumentenlernen unterscheiden sie sich jedoch deutlich. Irland erreicht den höchsten Indexwert der untersuchten europäischen Länder. Norwegens Wert ist nur etwa halb so hoch und liegt in der unteren Hälfte des Rankings.
Eine mögliche Erklärung sind Unterschiede im Zugang zu musikalischer Bildung. In Norwegen sind die Kommunen gesetzlich verpflichtet, Kulturschulangebote für Kinder und Jugendliche bereitzustellen. Solche Angebote könnten dazu beitragen, dass Menschen bereits früh ein Instrument lernen und später seltener selbst nach Unterricht suchen. Ob dies den Unterschied zu Irland erklärt, lässt sich aus den Suchdaten allerdings nicht ableiten. Das irische Musikbildungsprogramm Music Generation erreichte 2025 nach eigenen Angaben 10 % der Kinder und Jugendlichen des Landes.
Der Vergleich wirft damit eine Frage auf, die über das Ranking hinausgeht: Zeigt hohes Suchinteresse auch, wo Menschen musikalische Lernangebote selbst finden müssen? Denkbar wäre, dass schulische Musikbildung das Interesse am Instrumentenlernen weckt, während die Suche nach weiterführendem Unterricht privat erfolgt. Umgekehrt könnten leicht zugängliche öffentliche Angebote einen Teil dieser Suche ersetzen.
Das lenkt den Blick zurück nach Japan: Dort trifft schulischer Pflichtunterricht in Musik auf das höchste gemessene Suchinteresse am Instrumentenlernen. Welchen Anteil die musikalische Bildung daran hat, kann der Index nicht zeigen. Japans Spitzenposition steht damit für ein besonders hohes Interesse an musikalischen Lernangeboten auf Google – nicht zwangsläufig dafür, dass dort mehr Menschen ein Instrument spielen.
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Alle 32 Länder, 26 im Ranking
Eine Zeile pro Land: der Index (1,0 = Durchschnitt der 26 gewerteten Länder), die zugrunde liegende Suchrate und das gefragteste Instrument. Die sechs grau hinterlegten Zeilen unten wurden gemessen, aber nicht gewertet. Suchen oder sortieren.
| Land | IndexVielfaches des 26-Länder-Durchschnitts | Suchanfragenpro 1.000 Google-Nutzer ab 15 Jahren, monatlich | Am gefragtesten„Kopf an Kopf“ = höchstens drei Prozentpunkte Abstand zwischen den beiden führenden Kategorien |
|---|---|---|---|
| 🇯🇵Japan | 2,52 | Klavier | |
| 🇺🇸Vereinigte Staaten | 1,40 | Klavier | |
| 🇦🇺Australien | 1,34 | Kopf an Kopf | |
| 🇮🇪Irland | 1,26 | Gitarre | |
| 🇳🇱Niederlande | 1,24 | Klavier | |
| 🇩🇰Dänemark | 1,14 | Klavier | |
| 🇦🇹Österreich | 1,10 | Klavier | |
| 🇨🇦Kanada | 1,08 | Klavier | |
| 🇬🇧Vereinigtes Königreich | 0,90 | Klavier | |
| 🇳🇿Neuseeland | 0,88 | Gitarre | |
| 🇩🇪Deutschland | 0,85 | Klavier | |
| 🇨🇭Schweiz | 0,78 | Klavier | |
| 🇸🇪Schweden | 0,72 | Kopf an Kopf | |
| 🇵🇱Polen | 0,71 | Gitarre | |
| 🇫🇮Finnland | 0,66 | Gesang | |
| 🇳🇴Norwegen | 0,64 | Klavier | |
| 🇫🇷Frankreich | 0,63 | Klavier | |
| 🇲🇽Mexiko | 0,61 | Gitarre | |
| 🇧🇷Brasilien | 0,59 | Gitarre | |
| 🇦🇷Argentinien | 0,56 | Kopf an Kopf | |
| 🇵🇹Portugal | 0,53 | Klavier | |
| 🇮🇹Italien | 0,40 | Gitarre | |
| 🇨🇱Chile | 0,39 | Kopf an Kopf | |
| 🇪🇸Spanien | 0,38 | Kopf an Kopf | |
| 🇰🇷Südkorea | 0,29 | Schlagzeug | |
| 🇨🇴Kolumbien | 0,17 | Gitarre | |
| 🇬🇷Griechenland | nicht gewertet (dünne Datenbasis) | 0,45 | Klavier |
| 🇭🇺Ungarn | nicht gewertet (dünne Datenbasis) | 0,40 | Gitarre |
| 🇨🇿Tschechien | nicht gewertet (dünne Datenbasis) | 0,38 | Gitarre |
| 🇮🇳Indien | nicht gewertet (nur Englisch) | 0,32 | Gesang |
| 🇷🇴Rumänien | nicht gewertet (dünne Datenbasis) | 0,21 | Klavier |
| 🇿🇦Südafrika | nicht gewertet (nur Englisch) | 0,20 | Klavier |
Monatsdurchschnitte, August 2025 bis Februar 2026. Nicht gewertete Zeilen: Griechenland, Tschechien, Rumänien und Ungarn beruhen größtenteils auf englischsprachigen Suchanfragen, wobei ein Großteil der lokalen Suchbegriffe unter Googles Meldeschwelle liegt; Indien und Südafrika wurden nur auf Englisch gemessen, bezogen auf alle Erwachsenen, daher sind ihre Raten Untergrenzen.
Methodik in Kürze
- Der Index. Monatliche Suchanfragen zum Musiklernen pro 1.000 Google-Nutzer ab 15 Jahren (Bevölkerung ab 15 Jahren × Internetnutzung × Googles Anteil an den Suchanfragen), dargestellt als Vielfaches des Durchschnitts der 26 gewerteten Länder (1,0 = Durchschnitt).
- Was wir gezählt haben. Google-Suchanfragen laut Google Ads für „X lernen“, „X-Unterricht“, „wie spielt man X“ und Ähnliches, für Klavier, Gitarre, Geige, Schlagzeug und Gesang. 32 Länder, 19 Sprachen; je nach Land in der Landessprache und/oder auf Englisch. Monatsdurchschnitte, August 2025 bis Februar 2026.
- Japan und Korea. Google hat in beiden Ländern einen kleineren Anteil an den Suchanfragen, und der Index korrigiert das. Googles Anteil im Mittel des Zeitraums liegt in Japan bei 73,8 % (Südkorea 48,2 %), und Japan bleibt bei jedem getesteten Anteil an erster Stelle.
- Die wichtigste Einschränkung. Google Ads fasst manche unterschiedlichen Suchbegriffe zu einer Zahl zusammen und meldet diese Zahl für jeden von ihnen. Wir zählen jede zusammengefasste Zahl einmal, nicht einmal pro Suchbegriff. Japan liegt so oder so an erster Stelle, auch wenn sich weiter unten Ränge verschieben; die Anteile zusammengefasster Volumen je Land stehen in der Tabelle am Ende der ausführlichen Methodik.
- Nicht gewertet. Griechenland, Tschechien, Rumänien und Ungarn (dünne lokale Datenbasis) sowie Indien und Südafrika (nur auf Englisch gemessen) werden ohne Rang ausgewiesen. Der Indexdurchschnitt wird über die 26 gewerteten Länder gebildet.
- Kopf-an-Kopf-Rennen. Liegen die beiden meistgesuchten Instrumente eines Landes innerhalb von drei Prozentpunkten, benennen wir keinen Sieger.
Ausführliche Methodik
So funktioniert der Index. Für jedes Land wurden die monatlichen Suchanfragen zum Musiklernen durch eine rechnerisch geschätzte Zahl von Google-Nutzern ab 15 Jahren geteilt. Diese ergibt sich aus: Bevölkerung ab 15 Jahren (Weltbank 2025) × Anteil der Internetnutzenden (ITU 2024; Österreich, Schweiz und Schweden 2025) × Googles Anteil an den Suchanfragen (StatCounter, gemittelt über dieselben Monate wie die Suchanfragen). Das Ergebnis wurde auf 1.000 Personen umgerechnet. Der Index ist diese Rate als Vielfaches des Durchschnitts der 26 gewerteten Länder: 1,0 = Durchschnitt, Japan 3,0, Kolumbien 0,2. Ungerundete Werte stehen in der Tabelle unten und im vollständigen Datensatz, der für Journalisten auf Anfrage erhältlich ist.
Was wir gezählt haben. Google-Ads-Suchvolumen, gemittelt über August 2025 bis Februar 2026, für fünf vorab festgelegte Instrumente: Klavier, Gitarre, Geige, Schlagzeug und Gesang. „Gefragtestes Instrument“ bedeutet immer das gefragteste dieser fünf. Jede Sprache erhielt dieselben 28 Suchbegriffe („X lernen“, „X-Unterricht“, „X-Kurs“, „wie spielt man X“, „X-Unterricht in der Nähe“ für jedes Instrument, plus drei allgemeine Musikbegriffe), in Wörterbuchform, nur dort angepasst, wo eine Sprache tatsächlich abweicht (in Brasilien heißt die Gitarre, die man lernt, violão), und abgeglichen mit Googles eigenen Vorschlägen für verwandte Suchen in der jeweiligen Sprache.
Sprachen und die sechs nicht gewerteten Länder. 24 Länder wurden in ihrer Landessprache plus Englisch gemessen, acht nur auf Englisch. Die Bezugsgröße sind immer alle Google-Nutzer ab 15 Jahren, sodass die Rate zu niedrig ausfällt, wo die gemessene Sprache einen großen Teil des Landes nicht erfasst. Bei Kanada (keine französischen Suchbegriffe) und der Schweiz (nur Deutsch) ist das geringfügig, bei Indien und Südafrika gravierend, weshalb diese beiden ohne Rang erscheinen. Nur englischsprachige Menschen zu zählen, würde Indien nicht helfen: Seine Online-Bevölkerung ist bereits weitgehend die englischsprachige, damit würde dasselbe zweimal korrigiert. Griechenland, Tschechien, Rumänien und Ungarn sind aus einem anderen Grund nicht gewertet, mit einer festgelegten Grenze: Wenn die Landessprache weniger als 30 % des gemessenen Volumens eines Landes ausmacht, hat Googles Meldeschwelle die lokalen Suchbegriffe verschluckt, und wir werten das Ergebnis nicht. Rumänien behält 10 % seines Volumens auf Rumänisch, Griechenland 16 %, Tschechien 21 % und Ungarn 25 %; Finnland, der knappste gewertete Fall, behält 36 % auf Finnisch. Allein mit seinen japanischsprachigen Suchanfragen kommt Japan auf 2,23 pro 1.000 (2,52 mit Englisch) und liegt weiterhin mit großem Vorsprung an erster Stelle.
Zusammengefasste Suchbegriffe, die wichtigste Einschränkung. Google Ads fasst ähnliche Suchbegriffe oft zusammen und meldet für jeden von ihnen eine gemeinsame Zahl, und seit Oktober 2025 fasst es auch nicht verwandte Suchbegriffe zusammen. Addiert man diese Zahlen, werden dieselben Suchanfragen mehrfach gezählt, deshalb zählen wir jede zusammengefasste Zahl einmal. Als zusammengefasst gelten Suchbegriffe, wenn sie über alle sieben Monate eine identische Reihe mit tatsächlichem Suchvolumen melden oder wenn Suchbegriffe zu verschiedenen Instrumenten denselben Monatswert von 100 oder mehr melden: drei oder mehr gleichzeitig oder zwei, die in mindestens vier der sieben Monate übereinstimmen. Ein solcher instrumentübergreifender Wert zählt zur Gesamtsumme des Landes, aber zu keinem Instrument. Der zusammengefasste Anteil reicht von 1 % des Gesamtvolumens eines Landes (Chile) bis 67 % (Rumänien; Tabelle unten). Gegenüber einer naiven Summe würden sich sieben der 26 gewerteten Länder um vier oder mehr Plätze verschieben; Japan liegt so oder so an erster Stelle.
Unter Googles Meldeschwelle. Suchbegriffe, die weniger als etwa zehnmal im Monat gesucht werden, erhalten keine Zahl und zählen als null: in Deutschland, Japan und den nur auf Englisch gemessenen Ländern keine, in Griechenland bis zu 45 % der Suchbegriffe. Die Raten kleiner Sprachen sind daher Mindestwerte.
Japan und Korea. Googles Anteil an den Suchanfragen ist in beiden Ländern weit niedriger und hat sich während unseres Zeitraums verändert: StatCounter sieht Japan im August 2025 bei 80 %, mit einem Rückgang auf 66 % bis Februar 2026 und 59,7 % bis Juli 2026; Südkorea bleibt bei etwa 48 % (Naver hält den Großteil des Rests). Wir teilen durch den durchschnittlichen Anteil jedes Landes über den Zeitraum: Japan 73,8 %, Südkorea 48,2 %. Die Größe dieser Korrektur ist der Grund, warum beide mit mehr Unsicherheit behaftet sind als der Rest der Tabelle. Legt man Japans Anteil von Anfang 2025 zugrunde (82 %), sinkt seine Rate auf 2,27 pro 1.000, und Japan bleibt an erster Stelle; mit dem Stand von Juli 2026 würde sie auf 3,11 steigen. Yahoo! Japan (rund weitere 7 %) wird von Google Ads nicht erfasst, daher teilen wir durch Googles eigenen Anteil.
Länderauswahl. Die 32 Länder sind wichtige Märkte in Europa, Nord- und Südamerika, der englischsprachigen Welt und Ostasien, beschränkt auf Sprachen, in denen Google die Zusammenfassung von Suchbegriffen vollständig anwendet, sodass jedes Land unter denselben Zusammenfassungsregeln gemessen wird. Wie viel Volumen dabei zusammengefasst wird, unterscheidet sich je nach Land trotzdem stark (1 % bis 67 %, Tabelle unten).
Nationalinstrumente. Die Kandidaten stammen aus der Wikipedia-Liste der Nationalinstrumente sowie den von uns getesteten Volksinstrumenten, abzüglich der fünf Index-Instrumente. Ausgewählt wird für jedes Land der Kandidat, nach dem in der Landessprache am häufigsten namentlich gesucht wird, und seine Lernsuchbegriffe werden mit denen des Klaviers verglichen. Alle Kandidaten und ihre Volumen stehen in den Tooltips des Diagramms.
Künstlerische Aktivität. Eurostat EU-SILC 2022 (ilc_scp07): der Anteil der Menschen ab 16 Jahren, die in den letzten 12 Monaten selbst einer künstlerischen Tätigkeit nachgegangen sind, alle Künste, nicht nur Musik. Deutschland hat diese Zahlen in der Erhebung 2022 nicht erfasst. Pearson-r mit dem Index: 0,55 über die 13 gewerteten Länder mit beiden Werten.
Wo wir Google Trends genutzt haben. Nur für die Trenddiagramme („Gitarre lernen“ und „Klavier lernen“ in der jeweiligen Landessprache, 2016 bis 2025, jede Linie auf ihren eigenen Stand von 2016 = 100 indexiert), den Kategorie-Check zu Music Education & Instruction im selben Kapitel und Japans Zeitreihe zu Klavierschulen. Trends zeigt, wie sich das Interesse innerhalb eines Landes verändert, nie Niveaus im Ländervergleich.
Was diese Daten nicht sagen können. Suchvolumen misst Interesse, das auf einer einzigen Plattform sichtbar wird. Es erfasst keine Menschen, die direkt in eine Musikschule gehen, von der Familie lernen oder einen KI-Assistenten fragen. Es kann auch nicht zeigen, für wen gesucht wird: Manche Suchen nach Unterricht stammen von Eltern, die Unterricht für ihre Kinder suchen. Googles Zahlen sind gerundete Schätzungen: Ein einzelner Suchbegriff kann um 50 % danebenliegen, weshalb jeder Länderwert Dutzende Suchbegriffe aufsummiert, Instrumentenergebnisse mit einem Abstand von höchstens drei Prozentpunkten als Kopf-an-Kopf-Rennen gelten und Unterschiede in der Rate unter etwa 0,1 pro 1.000 nicht aussagekräftig sind.
Eingangsdaten je Land. Bevölkerung ab 15 Jahren, Internetnutzung, Google-Anteil, die daraus resultierende Zahl der Google-Nutzer ab 15 Jahren (die Bezugsgröße), wie viele Suchbegriffe kein gemeldetes Volumen hatten und der Anteil des Volumens, der zusammengefasst gemeldet wurde:
| Land | Bevölkerung 15+ | Internetnutzung | Google-Anteil | Bezugsgröße | Suchbegriffe ohne Volumen | Zusammengefasster Anteil |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Argentinien | 36,2 Mio. | 89,7 % | 94,36 % | 30,7 Mio. | 1 von 56 | 14 % |
| Australien | 22,7 Mio. | 96,1 % | 90,81 % | 19,8 Mio. | 0 von 28 | 25 % |
| Österreich | 7,9 Mio. | 91,9 % | 84,86 % | 6,2 Mio. | 0 von 56 | 43 % |
| Brasilien | 171,6 Mio. | 84,5 % | 90,96 % | 131,9 Mio. | 0 von 56 | 10 % |
| Kanada | 35,4 Mio. | 94,4 % | 87,46 % | 29,2 Mio. | 0 von 28 | 22 % |
| Chile | 16,6 Mio. | 95,6 % | 91,98 % | 14,6 Mio. | 1 von 56 | 1 % |
| Kolumbien | 42,7 Mio. | 79,3 % | 95,05 % | 32,2 Mio. | 1 von 56 | 19 % |
| Tschechien * | 9,2 Mio. | 87,7 % | 81,48 % | 6,6 Mio. | 13 von 56 | 66 % |
| Dänemark | 5,1 Mio. | 99,8 % | 88,62 % | 4,5 Mio. | 8 von 56 | 49 % |
| Finnland | 4,8 Mio. | 93,7 % | 87,68 % | 4,0 Mio. | 12 von 56 | 56 % |
| Frankreich | 57,6 Mio. | 88,7 % | 88,28 % | 45,1 Mio. | 5 von 56 | 30 % |
| Deutschland | 71,9 Mio. | 93,5 % | 84,70 % | 56,9 Mio. | 0 von 56 | 37 % |
| Griechenland * | 9,1 Mio. | 86,3 % | 95,78 % | 7,5 Mio. | 25 von 56 | 64 % |
| Ungarn * | 8,2 Mio. | 93,8 % | 96,22 % | 7,4 Mio. | 12 von 56 | 65 % |
| Indien * | 1109,7 Mio. | 55,0 % | 97,24 % | 593,5 Mio. | 0 von 28 | 25 % |
| Irland | 4,5 Mio. | 97,2 % | 94,46 % | 4,1 Mio. | 0 von 28 | 51 % |
| Italien | 52,0 Mio. | 89,2 % | 91,39 % | 42,4 Mio. | 3 von 56 | 42 % |
| Japan | 109,5 Mio. | 85,5 % | 73,78 % | 69,1 Mio. | 0 von 56 | 16 % |
| Mexiko | 100,2 Mio. | 83,1 % | 88,83 % | 73,9 Mio. | 1 von 56 | 51 % |
| Niederlande | 15,4 Mio. | 97,0 % | 86,60 % | 12,9 Mio. | 2 von 56 | 34 % |
| Neuseeland | 4,4 Mio. | 93,5 % | 90,85 % | 3,7 Mio. | 0 von 28 | 28 % |
| Norwegen | 4,7 Mio. | 99,0 % | 89,68 % | 4,2 Mio. | 7 von 56 | 31 % |
| Polen | 31,2 Mio. | 88,6 % | 89,34 % | 24,7 Mio. | 6 von 56 | 36 % |
| Portugal | 9,4 Mio. | 88,5 % | 91,29 % | 7,6 Mio. | 0 von 56 | 49 % |
| Rumänien * | 16,1 Mio. | 91,3 % | 95,99 % | 14,1 Mio. | 21 von 56 | 67 % |
| Südafrika * | 48,1 Mio. | 78,4 % | 93,10 % | 35,1 Mio. | 0 von 28 | 14 % |
| Südkorea | 46,4 Mio. | 97,9 % | 48,16 % | 21,9 Mio. | 10 von 56 | 21 % |
| Spanien | 43,1 Mio. | 95,8 % | 93,98 % | 38,8 Mio. | 1 von 56 | 53 % |
| Schweden | 8,8 Mio. | 95,8 % | 87,71 % | 7,4 Mio. | 7 von 56 | 48 % |
| Schweiz | 7,7 Mio. | 97,3 % | 84,30 % | 6,3 Mio. | 0 von 56 | 18 % |
| Vereinigtes Königreich | 57,7 Mio. | 95,5 % | 92,33 % | 50,9 Mio. | 0 von 28 | 31 % |
| Vereinigte Staaten | 283,3 Mio. | 94,7 % | 84,78 % | 227,5 Mio. | 0 von 28 | 28 % |
Quellen. Google-Ads-Suchvolumen und Google-Trends-Zeitreihen über DataForSEO, abgerufen am 28.–29. August, 14. September und 23. September 2026 (die von den Daten abgedeckten Zeiträume sind oben angegeben); Bevölkerungs- und Internetnutzungsindikatoren der Weltbank; Suchmaschinen-Marktanteile von StatCounter (monatlich, gemittelt über August 2025 bis Februar 2026); Eurostat EU-SILC 2022.
Studie von: Skoove & DataPulse Research
Redaktion: Susana Pérez Posada

Mit über sieben Jahren Erfahrung in der Klavierpädagogik und einer großen Leidenschaft für Musiktherapie bringt Susana eine besondere Mischung an Fachwissen bei Skoove ein. Als Absolventin der Musiktherapie an der SRH Hochschule Heidelberg und erfahrene, an der Universidad EAFIT ausgebildete klassische Pianistin verfolgt sie in ihrem Unterricht einen ganzheitlichen Ansatz, der über herkömmlichen Klavierunterricht hinausgeht. Susanas Texte für Skoove verbinden ihr umfangreiches musikalisches Wissen mit fesselndem Storytelling und bereichern das Lernerlebnis für Klavierspieler jedes Niveaus. Abseits des Klaviers erkundet sie gern neue Orte und vertieft sich in ein gutes Buch, überzeugt davon, dass diese vielfältigen Erfahrungen ihren kreativen Unterrichtsstil bereichern.
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